# Atheisten wissen mehr

**URL:** <http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318>\
**Category:** Zeitgeschehen\
**Created:** [19. November 2010 um 22:33 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318 "2010-11-19T22:33:25Z")\
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**Author:** ![Loreley\_61](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/l/da6949/32.png) [@Loreley\_61](http://www.glaubensforum24.de/u/Loreley_61)\
**Post date:** [19. November 2010 um 22:33 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/1 "2010-11-19T22:33:25Z")

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[http://newsnetz-blog.ch/hugostamm/blog/2010/11/10/atheisten-wissen-mehr/](http://newsnetz-blog.ch/hugostamm/blog/2010/11/10/atheisten-wissen-mehr/)  
  
  
Wissen über Religion macht Menschen zu Atheisten

Dass Atheisten mehr über Religionen wissen als die Gläubigen erstaunt Dave Silverman, den Präsidenten der amerikanischen Atheisten, nicht. «Atheismus ist die Folge dieses Wissens, nicht das Fehlen des Wissens. Ich gab meiner Tochter eine Bibel. So macht man aus jemandem einen Atheisten.» Je mehr man über Religion wisse, desto eher werde man sie als Mythologie verwerfen, sagte er gegenüber [FoxNews.com](http://FoxNews.com).

LG, Lory

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**Author:** ![Andreas\_Ponto](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/a/77aa72/32.png) [@Andreas\_Ponto](http://www.glaubensforum24.de/u/Andreas_Ponto)\
**Post date:** [20. November 2010 um 12:23 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/2 "2010-11-20T12:23:50Z")

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Also - was schliessen wir daraus?

Wissen ist der Totengräber des Glaubens?  
Wer die Bibel liest wird ein Atheist?  
Was soll damit gesagt werden?

Ich denke, dass in einem traditionellen Formchristentum, diese Personen sich bewusst zum Austritt entschliessen müssen, einen geistigen Prozess für sich vollziehen und daher statistisch “mehr” Wissen.

Aber ich behaupte, dass ebensoviele sich auf Grund der Bibel und der Auseinandersetzung damit und mit ihrem Glauben zu einem aktiven und bewussten Glauben finden und daher “mehr” über ihren Glauben wissen.

Nur, dass diese Gruppe bzw. deren statistischer Wert, durch die Masse derer, die auf Grund der gesellschaftlichen Tradition Christ sind, verwässert wird.

Wie sagte mal einer: Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

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**Author:** ![Adler](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/a/8dc957/32.png) [@Adler](http://www.glaubensforum24.de/u/Adler)\
**Post date:** [20. November 2010 um 14:36 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/3 "2010-11-20T14:36:36Z")

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… und ich dachte immer, dieses Forum hieße **Glaubens** forum24 😮 …

LG Adler

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**Author:** ![Maximin](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/m/90db22/32.png) [@Maximin](http://www.glaubensforum24.de/u/Maximin)\
**Post date:** [20. November 2010 um 15:21 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/4 "2010-11-20T15:21:08Z")

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🙂 Adler was greinst Du? Lorys Eintrag wartet doch auf eine Antwort. Ich will´s gerne versuchen. Nachher, wenn die Bundesligakonferenzschaltung am “Ende” angekommen ist…! :mrgreen:  
Brüderlich, Maximin 😉

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**Author:** ![Maximin](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/m/90db22/32.png) [@Maximin](http://www.glaubensforum24.de/u/Maximin)\
**Post date:** [20. November 2010 um 15:58 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/5 "2010-11-20T15:58:58Z")

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🙂 Mein lieber Adler und liebe Lory,  
glauben und wissen scheinen auf den ersten Blick einander auszuschließen. Ist das so? Beispiele: Einer der im Elend saß habe gesagt: _„Ich weiß dass mein Erlöser lebt"_ (Hiob – Schriftstelle gefällig?). Viele andere sagen: _„Ich glaube nicht an Gott.“_ Wer von diesen Leuten weiß etwas und wer glaubt nur…?

Schon ein Säugling hat gewisse Erfahrungen. Sind die Windeln „voll“ und hat er schon nach 2 Stunden wieder Hunger nach Mutters Milch, dann braucht er nur schön laut zu brüllen. Mamma wird schon kommen…! Ein Zweitklässler weiß genau, dass 2 + 2 = 4 ist. Das weiß er und er kann das mit 4 Äpfeln genau nachprüfen. Ein Oberprimaner, wenn er denn gut aufgepasst hat, der weiß z. B. etwas von Gleichungen oder von Differentialrechnungen usw. und er kann das, ggf. an einer simplen Wandtafel, für alle nachprüfbar, beweisen.

Ich für meinen Teil habe mathematische Gleichungen nie verstanden und Differentialrechnungen kamen in meiner eher bescheidenen Realschule glücklicherweise nie dran. Nur so viel habe ich glauben können, dass es unheimlich wichtig sein muss, auch solche komplizierten Rechenvorgänge anstellen, auch, um sie im realen Leben zum Nutzen anwenden zu können.

Vieles ist eben „nur“ eine Glaubensfrage. Probleme kommen offensichtlich immer dann auf, wen man nicht weiß, wem man glauben und vertrauen kann. Jedenfalls dann, wenn man die Sache nicht selber nachzuprüfen vermag und nicht weiß, wie man sie nützlich anwenden kann.

Übrigens in einem Punkt bin ich mir sehr sicher: _“Ich halte dafür, dass kein einziger Mensch „ohne Gott, also gottlos ist“_ (Schriftstellen gefällig?). Die „sogenannten“ Atheisten glauben nicht an einen Gott. Genau wissen tun sie es aber eben auch nicht. Und wie wollten sie es sich selbst und ihren Zeitgenossen auch nachprüfbar beweisen?

_Fazit:_ Die einen wie die anderen glauben. Die einen positiv zustimmend die anderen negativ ablehnend. Ich könnte unmöglich an einen Gott glauben, wenn ich nicht erfahren hätte, dass dieser Gott treu und unverdrossen an seine Menschen glaubt. Das macht den Unterschied. Wäre es nicht so, dann würde ich meinem Gottglauben als törichten Aberglauben abschwören und meine Bibel vergraben.

Besteht nicht die Crux darin, dass viele Gottgläubige eher bemitleidend, wenn ncht sogar verachtend, auf die sog. Atheisten herabblicken und die sog. Atheisten süffisant dasselbe tun? Ein Forum, wie das unsere, das will doch **eine** Möglichkeit anbieten, sich über unterschiedliche Auffassungen, möglichst friedlich, auszutauschen.

Wenn es denn hier nur darum ginge, dass die einen die jeweils anderen von deren Auffassungen abbringen und sie zu ihrer eigenen Auffassung, beinahe schon zwingen wollen, Pardon, dann würde ich hier meine (kleinen) Glaubenssegel wenden und in freundlichere Gewässer schippern.

Nö, hier geht es m. E. _nicht_ um Mission, nicht um _Zwangs-Christianisierung_ und schon gar nicht um _Zwangs-Neuapostolisierung_. Um was denn sonst…? Sie Forumsüberschrift…!  
Brüderliche Grüße vom Maximin 😉

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**Author:** ![Loreley\_61](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/l/da6949/32.png) [@Loreley\_61](http://www.glaubensforum24.de/u/Loreley_61)\
**Post date:** [20. November 2010 um 16:03 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/6 "2010-11-20T16:03:07Z")

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Na ja, bei mir war es fast so, wie im link geschildert. Bin zwar keine waschechte Atheistin geworden, aber der Gott an den ich glaube, hat nur noch wenig bis gar nichts mehr mit irgend einem Hl. Buch zu tun. Ich kannte mich mit der Bibel so gut wie gar nicht aus, solange ich in der NAK war. Erst als ich NAK-kritisch wurde, interessierte ich mich auch für das was wirklich in der Bibel steht. Wie ja hinlänglich bekannt, kaufte ich mir als erstes die Stuttgarter Erklärungsbibel und war schon mal geschockt. 😮 Da standen dann etliche Bibelkommentare und Erklärungen, die so gar nicht mehr mit dem überein stimmten, was die NAK uns lehrte. Ich war sauer, wegen der “Verarsche”. 👿 Doch es kam noch “schlimmer”. Ich hatte “Blut geleckt” und kaufte mit theologische Erklärungsbücher/Fachbücher (für Laien). Ups… 😒 Nun erfuhr ich was über die an den theologischen Fakultäten gelehrte HKM und erkannte, dass vieles aus der Bibel nur Legendencharakter hat. (Mythologisch zu verstehen, wie Stap. Leber es ausdrückte) Dann kamen die Kirchenkritiker (Drewermann, Lüdemann usw.) mit ihrer Literatur hinzu. Tja - und für einen Laien weiß ich nun doch schon Einiges und das hatte zur Folge, das mein heutiges Wissen einen Glauben an die Bibel kaum noch zuläßt.

LG, Lory

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**Author:** ![Adler](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/a/8dc957/32.png) [@Adler](http://www.glaubensforum24.de/u/Adler)\
**Post date:** [20. November 2010 um 16:52 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/7 "2010-11-20T16:52:51Z")

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Liebe Lory,

diese, hier von dir angestoßene Diskussion, hast du doch bereits ausführlich im Forum “naktuell” geführt. Jegliches “Für” ind “Wider” wurde dort bereits ausgiebig und teils sehr hitzig ausdiskutiert. Dort haben aufgrund dessen, einige User das Forum verlassen!

Warum also auch hier?

Sollte in der Tat dies deine Absicht sein, wie es Maximin mit “missionieren” in seinem Beitrag umschrieb? In diesem Falle würde ich mich meinem Bruder Maxi anschließen und ebenfalls in “ruhigere Gewässer” segeln.

Für mich steht mein erlebter Glaube unverrückbar auf der Grundlage biblischer, neutestamentlicher Überlieferung fest! Dort kann ich z.B. nicht lesen, dass Jesus jemals zu einem von ihm Geheilten sagte: "Dein Wissen hat dir geholfen … "

Wissen und Glaube sollten nicht vermischt werden. Wo Wissen gebraucht wird, muss es eingesetzt werden, es wäre falsch hier den Glauben einzusetzen. Da wo Glaube gefragt ist, muss er eingesetzt werden, da sollte dann auch konsequenter Weise das Wissen außen vor bleiben.

Allerdings sollte man immer wissen, was man glaubt und glauben was man weiß.

LG Adler

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**Author:** ![Loreley\_61](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/l/da6949/32.png) [@Loreley\_61](http://www.glaubensforum24.de/u/Loreley_61)\
**Post date:** [20. November 2010 um 18:02 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/8 "2010-11-20T18:02:59Z")

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Keine Bange Adler, siehe den link einfach als das was er ist: Eine relativ neue Info aus der Schweiz 😃

Vielleicht muß der Glaube ja auch nur erneuert werden, damit manche erst wieder glauben können:

[http://www.christ-im-dialog.de/index.php?option=com\_content&task=view&id=1866&Itemid=30](http://www.christ-im-dialog.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1866&Itemid=30)

Daraus:

> Verfallsdatum der Glaubensbegriffe überschritten  
> “Was die mit spätantiken griechischen Denkmitteln erarbeiteten christologischen Titel (Kyrios, Sohn Gottes, Menschensohn oder begriffliche Unterscheidungen wie Wesen, Natur und Person) einmal meinten, oder was begriffliche Kennmarken wie „Opfer“, „Erlösung“, „Auferstehung“, „Himmelfahrt“, „Jüngster Tag“, „Wiederkunft“, „Gericht“ … besagen, ist im traditionellen Vokabular nicht mehr zu vermitteln.  
> Das Verfallsdatum der Glaubensbegriffe wurde nicht nur erreicht, es ist bereits überschritten – aber offensichtlich entzieht sich dieser Vorgang dem innerkirchlichen Bewusstsein immer noch.”  
>   
>   
> Dabei zeigt sich schon heute, dass es immer mehr Menschen gibt, die aus mehreren religiösen Traditionen leben, ihre Spiritualität nicht nur aus einer religiösen Tradition schöpfen, etwa wesentliche Elemente dem Buddhismus entnehmen und sich zugleich doch als Christen verstehen, also eine multiple religiöse Identität entwickeln."  
> Prof. Halbfas

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**Author:** ![Adler](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/a/8dc957/32.png) [@Adler](http://www.glaubensforum24.de/u/Adler)\
**Post date:** [20. November 2010 um 18:47 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/9 "2010-11-20T18:47:31Z")

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Zitat:

Vielleicht muß der Glaube ja auch nur erneuert werden, damit manche erst wieder glauben können:

Zitat Ende

Liebe Lory,

das würde ich so nicht sagen.

Der Glaube als solcher, ist sicherlich nicht reformbedürftig!

Was sich glaubensmäßig geändert hat ist die Art und Weise WIE geglaubt wird. Hier wäre evtl. eine Veränderung angesagt.

Ebenso hat sich das verändert an das geglaubt wird.

Aber! Wenn man anfängt, die Grundlage des Glaubens in Frage zu stellen, hat man den Glauben bereits ein gutes Stück weit aufgegeben.

DARAN sollte man arbeiten!

LG Adler

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<div class="post-metadata">

**Author:** ![Loreley\_61](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/l/da6949/32.png) [@Loreley\_61](http://www.glaubensforum24.de/u/Loreley_61)\
**Post date:** [21. November 2010 um 06:56 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/10 "2010-11-21T06:56:07Z")

</div>

Hallo Adler,

ich habe mir die ganze pdf, die CiD eingestellt hat, durchgelesen. Ich werde dabei in allem bestätigt, was ich auch hier schon öfters schrieb. Nehmen wir die Glaubwürdigkeit der (Groß)Kirchen.

Dazu Hubertus Halbfas:

> In kirchlichen Presseorganen, auf  
> kirchlichen Bühnen wird nicht verhandelt, was anderswo als Problemstellung – nicht zuletzt  
> im theologischen Schrifttum – auf dem Tisch liegt. Bezahlt wird auch hier mit einem Verlust  
> an Vertrauen und Glaubwürdigkeit.
> 
> Ein Beispiel: Die belegten und anerkannten Resultate der historisch-kritischen Exegese  
> werden zwar nicht mehr als „modernistisch“ bekämpft, aber weiter vor der Kirchentür  
> gehalten. Repräsentatives Beispiel dafür ist der Katechismus der Katholischen Kirche. Dieser  
> Katechismus klammert nahezu komplett die Resultate von zweihundertfünfzig Jahren  
> intensivster exegetischer Arbeit aus. Für eine offizielle Glaubensdarlegung existieren deren  
> Erkenntnisse gar nicht. Die Dogmatik bleibt immunisiert gegenüber einer  
> historisch-kritisch untersuchten Bibel. Auch dies ist eine Ursache für die Inkompetenz,  
> Glaube, Wissen und Denken im Horizont der Zeit zusammen zu bringen.

Das ist genau die “Verarsche”, die dann - wenn man es erfährt - dazu führt, dass man den Kirchen das Vertrauen entzieht. Ebenso behandelt er das Thema “Ausgrenzung der Frauen”. Er beschreibt die Gefahr der Kirchen in fundamentalistische Unreife zu verfallen, wenn sie sich den neuen Herausforderungen nicht stellen. (Ist ja schon zu beobachten) Was die Kirchenkrise aber nur noch verstärken würde.Ich nehme mal an, das sich die breite Maße dann erst recht abwendet.

Seine Lösungsansätze:

> Hinzu müsste ein Zweites kommen, nämlich nicht im eigenen Glaubenssystem wie gefangen  
> zu verharren, sondern im interreligiösen Gespräch miteinander und voneinander zu lernen.  
> Dieser Prozess könnte am ehesten eine Integrale Religiosität fördern, mit der sich zugleich die  
> Hoffnung auf eine Sicherung des Friedens in der Welt verbände.

Schließlich kommt er zu der Aussage:

> Es geht also nicht darum, das Christentum zurückzulassen oder es gar gegen eine andere  
> religiöse Tradition einzutauschen. Als ob das möglich wäre! Es geht darum, es auf eine neue  
> Bewusstseinsebene zu heben und in diesem mühsamen Prozess, den keiner für sich alleine zu  
> leisten vermag, auch von anderen Religionen und Kulturen zu lernen. Dabei zeigt sich schon  
> heute, dass es immer mehr Menschen gibt, die aus mehreren religiösen Traditionen leben, ihre  
> Spiritualität nicht nur aus einer religiösen Tradition schöpfen, etwa wesentliche Elemente  
> dem Buddhismus entnehmen und sich zugleich doch als Christen verstehen, also eine multiple  
> religiöse Identität entwickeln.

Auch darin sehe ich mich mit meiner eigenen multiplen religiösen Identität bestätigt. Er schreibt ja, dass es immer mehr Menschen gibt die so ihre Religiösität leben. Das kann ich auch in meinem pers. Umfeld erkennen - und finde es in Ordnung. Was mir pers. in der Vergangenheit fehlte, läßt sich mit den Begriffen Mystik/Spiritualität beschreiben. Auch dazu schreibt er:

> Daneben gibt es die Mystik, von Meister Eckhart bis zu Nikolaus Cusanus, die in  
> Paradoxien von Gott spricht, und sich – als cognitio dei experimentalis – mit den mystischen  
> Erfahrungen des Judentums, des Sufismus und der asiatischen Religionen verbinden lässt.

Zusammenfassend könnte man sagen, das sich die Kirchenkrise (Austritte usw.) nur beheben läßt, wenn ein Paradigmenwechsel stattfindet.

LG, Lory

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<div class="post-metadata">

**Author:** ![John](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/j/a3d4f5/32.png) [@John](http://www.glaubensforum24.de/u/John)\
**Post date:** [23. November 2010 um 21:33 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/11 "2010-11-23T21:33:57Z")

</div>

[http://de.wikipedia.org/wiki/Paradigmenwechsel](http://de.wikipedia.org/wiki/Paradigmenwechsel)  
Hmmmh 😮  
Da ich Atheisten kenne, bezweifle ich, ob Sie mehr wissen.  
Im Grunde glauben sie doch nur, was Ihnen suggeriert wird.  
Das soll aber nicht heißen, dass ich diese, meine These verallgemeinere.  
Aber.. es hat mich gelehrt, nicht immer alles zu glauben, was der Atheist sagt.

Gruß  
vom  
John

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<div class="post-metadata">

**Author:** ![Gaby](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/g/5e9695/32.png) [@Gaby](http://www.glaubensforum24.de/u/Gaby)\
**Post date:** [24. November 2010 um 13:29 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/12 "2010-11-24T13:29:45Z")

</div>

Adler …

\>\>Aber! Wenn man anfängt, die Grundlage des Glaubens in Frage zu stellen, hat man den Glauben bereits ein gutes Stück weit aufgegeben.\<\<

Was müssen denn die Grundlagen unseres Glaubens sein?

Muss das die Bibel sein? Muss es die Thora sein? Muss das der Koran sein? Muss es das Dhammapada des frühen Buddhismus sein? Oder vielleicht das Buch des Mormon?

Oder reicht nicht auch dieses Wissen? 😉

Gott ist zu groß, als dass er sich in eine Kirche pressen ließe, aber er ist klein genug um in des Gläubigen Herz zu wohnen …

Ich z. Bsp. stehe zu meinem “Patchworkglauben” weil ich z. Bsp. genau dieses Wissen in mir habe …

Mich hat die Beschäftigung mit den verschiedenen Religionen übrigens nicht zur Atheistin werden lassen … ganz im Gegenteil … mein Glaube hat sich gegenüber früher lediglich etwas verändert …

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<div class="post-metadata">

**Author:** ![Adler](http://www.glaubensforum24.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/a/8dc957/32.png) [@Adler](http://www.glaubensforum24.de/u/Adler)\
**Post date:** [24. November 2010 um 13:59 UTC](http://www.glaubensforum24.de/t/atheisten-wissen-mehr/1318/13 "2010-11-24T13:59:58Z")

</div>

Liebe Gaby,

vielleicht habe ich mich in dem von dir aus meinem Posting zitierten Satz, etwas unverständlich oder zu allgemein ausgedrückt. Ich versuche einmal eine Klarstellung 😉

Als Christ ist für mich natürlich die Grundlage meines Glaubens die Bibel und speziell das NT. Hier sehe ich in letzter Zeit eine Art Demontage dessen, was mir als Christ heilig ist, nämlich das was im NT als das Wort Gottes, gesprochen von Jesu, wertvoll und heilig ist. Mir persönlich tut sich da in gewisser Weise eine Parallele zu dem auf, was im AT von den ersten Menschen berichtet wird, wo dort der Widersacher Gottes zu ihnen spricht: "Sollte wohl … "

Soweit mein Erklärungsversuch 😉

Was du über deinen Glauben schreibst, kann ich nur unterstreichen, ich sehe es ähnlich. Denn, warum sollte vor Gott dem Allmächtigen, ein Christ mehr Wert sein, als ein Naturgläubiger, welcher sein ganzes Leben lang versucht, nach den Geboten seines Glaubens zu leben? Ich für meinen Teil glaube ganz gewiss, dass dies vor Gott keinen Unterschied macht.

Für mich persönlich ist JEDER Glaube, ob nun christlich oder nicht, nur ein Teil des Werkes Gottes, welches sich für mich in den Worten darstellt: “Ich will, das allen Menschen geholfen werde.”

LG Adler
