Die Nähe zur römisch-katholischen Liturgie ist offensichtlich, ebenso die Ferne zur reformierten Abendmahlsfeier, wie wir sie u.a. aus der NAK kennen.
Seit ich über dieses Thema nachdenke, hat das Kriterium “christuszentriert” für einen Gottesdienst einen weiteren Sinn erhalten, als nur Prüfstein der Predigt zu sein.
“Von anderen Kirchen koennen wir viel lernen.” (Leber)
Sofern die NAK will.
Auch in den beiden Grosskirchen sind solche positiven Seiten der oekumenischen Begegnung nicht unerkannt geblieben. Auf der einen Seite stellt der ev. Theologe fest, dass die “reichere Liturgie” der kath. Kirche etwas ist, was die eigene Sicht befruchten kann, und umgekehrt hebt der kath. Theologe hervor, dass die Beschaeftigung mit der Bibel als dem Mass der Dinge etwas ist, was in der ev. Kirche eine wichtige Tradition und ein Beispiel ist.
Auch Ap. Volker Kuehnle laut Christ im Dialog: "Wir wollen unsere Lehre aber auf die biblische Grundlage stellen. An der Frage nach dem biblischen Befund arbeiten wir.“
Schoen. Dann naehern wir uns ja auch der protestantischen Sicht an. :mrgreen: Worauf stand die Lehre denn bisher?
Speziell beim Thema “Abendmahlsliturgie” koennte ich mir eine Bereicherung in der NAK gut vorstellen. In einem anderen Beitrag wurde erwaehnt, dass es genau drei Minuten fuer alle GD-Teilnehmer gedauert hat. Die Priester haben aber bis zu 11 Minuten geschaetzt. Wie kann bei so einer Abfertigung die dem “Hoehepunkt des Gottesdienstes” angemessene Feierlichkeit aufkommen - wie viele Sekunden pro Teilnehmer sind das dann? Hat jemand einen Taschenrechner? Bitte nach der zweiten Nachkommastelle runden.
Abendmahlsfeier in der Neuapostolischen Kirche:
Nachdem der letzte, zum mitdienen aufgerufen Amtsträger, seinen Platz wieder eingenommen hat und der Dienstleiter wieder am Altar steht, wird folgendes verkündet: “Liebe Geschwister, nun ist die Uhr weit fortgeschritten,(manchmal, wenn die Uhr nicht so weit fortgeschritten ist, werden noch ein paar Worte zum Opfertod Jesu gesprochen, die ich allerdings nie länger als 2-3 Min. erlebt habe) deshalb wollen wir nun zum Höhepunkt des Gottesdienstes kommen und uns erheben, um das Vaterunser zu sprechen.”
Nun wird das Vaterunser gesprochen(in manchen Gemeinden wird es gebrüllt). Danach erfolgt die Freisprache mit anschließendem Dankgebet, Aussonderung und Segnung der Hostien. Der Dienstleiter gibt sich die Hostie zuerst, schließt kurz die Augen um ein kurzes persönliches Gebet zu spechen, dann werden die Abendmahlskelche an die mitausteilenden Amtsträger verteilt. Nun beginnt die Orgel und die Geschwister begleiten mit Gesang. Die Amtsträger stehen vor dem Altar links und rechts und geben, den nach vorne strömenden Geschwistern, die Hostien. Nach dem Austeilen nehmen alle wieder ihre Plätze ein, oft kommt der Amtsträger, der die Hostien den älteren und behinderten Geschwistern an dem Platz gereicht hat, ganz zum Schluß schnellen Schrittes nach vorne, um rasch den letzten Kelch zu schließen. Manchmal, wenn noch Zeit bleibt, trägt der Chor noch einen Liedvers vor(oft bleibt die Zeit nicht mehr). Dann heißt es: Nun lasst uns noch danken.
Wenn man nichts anderes kennt ist es ganz ok. Ich persönlich habe es nie anders erlebt. Erst als ich einmal eine Abendmahlsfeier in der VAG und in der Katholischen Kirche erlebt habe, da habe ich einen großen Unterschied gemerkt. Da war keine Eile, da lief alles viel ruhiger, besinnlicher ab.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass ein Amtsträger mal weniger zum mitdienen aufgerufen würde, aber dafür mehr Zeit und Besinnlichkeit für das Abendmahl da wäre.
Hoffentlich habe ich jetzt niemand in seinen Gefühlen verletzt, aber dass musste ich mal los werden…
Katze, so kenne ich dies auch aus meinen NAK-Zeiten.
Ja, manchmal - besonders in Sonntag-Nachmittag-GD, wo früher das " Mahl " nur an die gereicht wurde, welche vormittags nicht da waren oder sein konnten - hatte ich den Eindruck, dass der letzte Hostienempfänger gar nicht schnell genug an seinen Platz zurücklaufen konnte, bevor dann das finale " NunwollenwirdemHerrnnochdanken " verkündet wurde. Dieser Vorgang wird als Höhepunkt des Gottesdienstes bezeichnet.
Mit einiger Belustigung habe ich die reichlichen Einträge einiger Fories gelesen.
Wobei ich mir allerdings die Frage stellte ob die Damen und Herren jemals eine Abendmahlsfeier einer anderen Konfession miterlebt haben.
Woran ich meinen Zweifel festmache?
An der Tatsache das ich über viele Jahrzehnte Gottesdienste vieler Gemeinschaften besucht habe und sagen kann wie es in der Praxis in Wirklichkeit aussieht.
Hi Engelchen,
wo sind denn die reichlichen Einträge einiger Foris zu finden?
Paul hat den Thread eröffnet, daraufhin folgt ein Eintrag von 42, ein Eintrag von mir, ein Eintrag von Brombär, ein Eintrag von uhu-uli, ein Eintrag von Tatyana, nochmals ein Eintrag von 42 und dann kommt dein oben genannter Eintrag.
Somit wären wir bei insgesamt sieben Einträgen, geschrieben von sechs Foris. 42 hat zwei Einträge geschrieben. Sind das reichlich geschriebene Einträge einiger Foris?
Zum anderen schließe ich mich der Frage von Dietmar an… und warte gespannt…
Die Beiträge sind reichlich in allen Threads reichlich vorhanden. Lesen hilft zuweilen. Du bist täglich in vielen Foren anzutreffen. Diese Zeit habe ich nicht.
ich habe jetzt keine Zeit mehr mit dir zu diskutieren… und hätte, wenn ich Zeit hätte, auch keine Lust darauf.
Nur eines zur Klarstellung: Ich bin nicht täglich in vielen Foren anzutreffen. Ich schreibe hier und auf GK als Katze und gehöre sicher nicht zu den Vielschreiberinnen.
Solltest du anderer Meinung sein, dann darfst du mir gerne schreiben, wo ich noch schreiben soll… ich weiß nämlich nichts davon.
Es gibt einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis in jeder Glaubensgemeinschaft. Ein popeliges Gespräch mit einem kleinen Landpfarrer hilft zuweilen…
Ein Katechismus sollte nicht zu hoch bewertet werden. Er ist sicherlich zuweilen wichtig, aber in der Praxis…
Engelchen, das war ein sehr interessantes, weil informatives und auch persönliches Thema, das ich sehr gerne gelesen habe - bis Du kamst und Deine scheinbar schlechte Laune hier versprüht hast.
Bleib doch einfach weg und lass es an den Deinen zuhause aus! Oder überleg Dir bei einem Waldspaziergang, warum Du so schräg drauf bist. Das nervt nämlich!