Adolf Merckle!

So können wir es lesen!

Nach dem Selbstmord von Adolf Merckle ist die schwer angeschlagene Merckle-Gruppe vorerst gerettet.

Ich stelle dieses Thema mal ins Forum. Mich hat es eigentlich “nicht” geschockt, als ich die Nachricht hörte. Ich habe dann mit mir “gehadert” ob ich denn auch ein richtiger Christ sei. Mich soll doch das Leid der Menschen rühren, ich soll doch für gerade diese Gruppe Menschen beten. Ich soll doch … ach was solls. Ich habe einfach nur über diesen Mann geschimpft. Er hat ein Milliardenimperium geschaffen, setzt Millionen in den Sand, regelt dann per Testament alles und wirft sich vor den Zug. In den USA hat sich heute auch ein Immobilienhai das Leben genommen.

Ich bin auch selbstständig, habe von keiner Bank auch nur einen CENT Kredit bekommen und doch meine kleine Firma mit eigener Kraft aufgebaut. Wenn ich heute ähnliches erleben würde, wäre ein Selbstmord das Letzte, was ich tun würde. Es gibt überall eine Lösung, wenn man sie sucht und diese auch entsprechend umsetzt. Nach dem TOD ist doch plötzlich auch einiges möglich geworden. Warum erst danach?

Fragen über Fragen, wer mag sie beantworten. Ich nicht, ich denke nur manchmal, in einer falschen Welt zu leben.

Tom aus Franken

Lieber Tom,

ich habe mich gefragt, wie verzweifelt dieser Mann gewesen sein muß, daß er diesen Schritt getan hat. Zu richten, ob sein Verhalten davor oder der Freitod selbst falsch war, möchte ich nicht.
Tatsache ist, daß er sich in seinem Leben sehr FÜR seine Mitarbeiter eingesetzt hat: http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews[tt_news]=71452&tx_ttnews[backPid]=368&cHash=74319d34b2

Nachdenkliche Grüße
Dieter

Mich hat die Sache sehr betroffen gemacht , auch weil er ein Arbeitgeber und Mensch war der heute zu suchen ist. Im positiven Sinne !

http://www.nak-guenzburg.de/index.php?templateid=news&id=100

unabhänig von politischen Ansichten,kann man solcher Menschen nur fürbittend gedenken.
Es sind täglich mehrere Menschen die in Deutschland ihr Leben als nicht mehr lebenswert betrachten und es beenden auch Kinder und Jugendliche.

Hi,

ich denke auch, dass mit dem urteilen, oder aburteilen eines Menschen der sich umgebracht hat, man sehr vorsichtig sein sollte.

Meine Oma sagte immer: Jeder Käfer zappelt um sein Leben.

Ein Mensch der sich selbst tötet ist vermutlich in einer vollkommen aussichtslosen Situation, oder genauer gesagt, er empfindet seine Situation vollkommen aussichtslos. Denn, wenn wir mal überlegen…wie, einfach ist es denn sich selbst umzubringen…
Es wird manchmal schnell gesagt, in dieser, oder jener Situation würde ich Schluß machen. Aber es dann wirklich zu tun, ist etwas anderes.

lg Katze

Nach allem, was über diesen Fall bisher in den Medien zu lesen/hören war, gehe ich von einer akuten psychischen Ausnahmesituation aus.

Wer etwa 5-6 Milliarden ( so sieht das aus: 5.000.000.000 - 6.000.000.000) Euro besitzt und davon durch Fehlentscheidungen etwa 1 Milliarde Euro durch den Kamin jagt, der mag sich abends voller Frust eine edle Flasche Rotwein gönnen und darin seinen Ärger ertränken. Und sich ansonsten gelassen zurücklehnen, freudig die verbliebenen unermesslichen Reichtümer betrachten und sich seines Lebens und seiner Gesundheit freuen.

Anders, als mit “psychische Ausnahmesituation” kann ich mir den Suizid bei diesen Rahmenbedingungen nicht erklären. Ein menschlich sehr bedauerlicher Vorfall mit dem bitteren Fazit, dass (auch) in diesem Fall etwas weniger Reichtum wohl mit etwas weniger Gier nach noch mehr Reichtum einhergegangen wäre…

Trotz der aktuellen Überbrückungskredite: Das Imperium wird wohl zerschlagen werden (müssen). Viele werden ihren Arbeitsplatz verlieren. Niemand davon wird sich auf ‘verbliebene unermessliche Reichtümer’ stützen können, ein Großteil wird unverschuldet Hartz-IV-Empfänger werden.

Der Täter, der gleichzeitig das Opfer ist, hat sich der irdischen Verantwortung und der Konsequenzen für sein Handeln entzogen.

Es gibt in dieser Sache nur Verlierer.

tergram, vielleicht liegt darin die Ursache für die “psychische Ausnahmesituation” Merckles. Aufgrund seiner sozialen Einstellung halte ich dies durchaus für möglich.

Dieter

Warte ab, da ist noch nicht alles an der Oberfläche… Geh mal davon aus, dass das Privatvermögen vor dem Kollaps der Firmen gut geschützt wurde. Man hätte - wenn einen denn das Gewissen so arg plagt - aus dem Privatvermögen einen Hilfsfonds für Härtefälle ins Leben rufen können. Hat man aber nicht. Ach nee…

Beim Suizid überwiegen Kurzschlussreaktionen. In 65% der Fälle soll die Zeitspanne zwischen den ersten Suizidgedanken und der Tat weniger als 24h betragen, bei 40% sogar weniger als eine Stunde.

Solche Zahlen werden in der Fachliteratur oder z. B. auf entsprechenden Internetseiten immer wieder korrigiert / angepasst, geben aber einen allgemeinen Eindruck.

:confused:

Moin Tom,

ich habe nicht genau verstanden was die Kreditvergabe an deine Firma mit dem Freitod von Adolf Merckle zu tun hat.
Vielleicht solltest du dich mal mit Basel 2 sowie mit dem Ratingcode deiner Firma beschäftigen.
Es stimmt aber das es heute wesentlich schwerer ist an Fremdkapital zu kommen wie z. Bsp. vor 10 oder 20 Jahren.
Aber sogar Banker sind in ihrer Borniertheit lernfähig(und das soll schon was heißen) und verfügen inzwischen in ihren Kreditabteilungen über einigermaßen qualifizierte Mitarbeiter.

Moin Tergram,

du solltest aber nicht übersehen das Herr Merckle mit seinem eingegangenen unternehmerischen Risiko erst Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen hat.

Wenn ich das aus der Ferne richtig beurteilen kann war er ein Herzblut- Unternehmer der nicht damit fertig geworden ist das sein Lebenswerk zerstört ist.
Er ist am Ende sozusagen von den Banken enteignet worden die das finanzielle Risiko ursprünglich mit getragen haben.
Mir tut es leid das ein Unternehmer mit solch einem sozialen Engagement gegangen ist.
Klar ist auch das man in solchen finanziellen Größenordnungen seine Berater hat die unter anderen auch in Kreditinstituten sitzen , anscheinend haben auch die total versagt. Die Wirtschaftskrise hat das übrige bewirkt.

Mein aufrichtiges Beileid gehört den Hinterbliebenen und wie Bischoff July sagt sollte man Herrn Merckle im Gebet der „Gnade Gottes anbefehlen“.

LG C.

Moin scholli,

wir betrachten die Dinge wohl aus verschiedenen Perspektiven - das ist auch gut so.

Weisst du, ein Unternehmer, der sich mit seinem Vermögen ins geschäftliche Risiko hängt, hat meinen vollen Respekt. Auch dann, wenn er falsche Entscheidungen trifft und die Sache vor die Wand fährt. Wenn die Sache gut geht, seien ihm die Gewinne aus vollem Herzen gegönnt - quasi als Risikoprämie. Wer hart arbeitet und Risiken schultert, darf so viel Geld verdienen, wie es ihm möglich ist. Neidlos!

Wer aber schon steinreich ist und hochriskante Spekulationsgeschäfte betreibt (die man nur betreibt, wenn man noch reicher werden will - es gibt dafür ja keine Not), der verstößt gegen alle Sorgfaltspflichten eines ordendlichen Kaufmanns. Spielen tut man nur mit “Spielgeld” - mit überflüssigem Kapital, dessen Verlust man (zähneknirschend) verschmerzen kann. ‘Zocken’ kann halt auch mal schiefgehen.

Soweit ich das Konglomerat M. beurteilen kann, ist ihm - vielleicht auch altersbedingt - irgendwann alles aus den Händen geglitten, hat er den Überblick verloren. Zu schnelles und zu starkes Wachstum kann wirtschaftlich ungesund sein. Sein seltsamer Unternehmens-Mix (von Pharma bis Baumaschinen) wirkt zwar einerseits risikostreuend, birgt aber andererseits das Risiko des Verzettelns. Wie zu hören ist, war M. ein Unternehmer alten Schlages, der von seinen Mitarbeiten absolute Loyalität verlangte und gern nach Gutsherrenart agierte. Er galt einerseits als Querkopf und streitsüchtig, andererseits als herzensgut. Sowas führt immer zum Hofschranzentum, bei dem kritische Stimmen und warnende Hinweise so lange abgestraft werden, bis sie verstummen. Hinzu kommt wohl typischerweise Angst vor Kontrollverlust und das Bedürfnis, jede Kleinigkeit selbst zu steuern, mangelnde Delegierungsfähigkeit etc. - Katastrophen haben immer ein ganzes Bündel an Ursachen.

Dass mit der steigenden Fremdverschuldung auch die ‘Enteignung durch die Hintertür’ einhergeht, ergibt sich aus der Sache. Banken sind aber in der Regel nicht daran interessiert, angeschlagene Unternehmen zu übernehmen, sondern daran, ihr Kapital samt Zinsen zurückzubekommen. Dass man als Bank worst case neben dem Kreditausfall auch noch eine strauchelnde Firma an der Backe hat, ist eher der Banker-Alptraum.

Wie gesagt: In dieser Sache gibt es allenthalben nur Verlierer. Und ein warnendes Beispiel.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat er doch lediglich bei den VW-Aktien Geld “verzockt” (die Summe war doch wohl im Verhältnis nur gering - zumindest für einen Milliardär), die anderen Schwierigkeiten sind doch so wie ich das verstanden habe dadurch entstanden, dass der Kurs der Aktien, die er von den eigenen Unternehmen besitzt drastisch an Wert verloren haben. Und dafür konnte er doch letztlich nichts.
Vielleicht war das bei VW nur der Versuch irgendwo wieder etwas auszugleichen? Also nicht “er kriegte den Hals einfach nicht voll”, sondern der verzweifelte Versuch wieder irgendwie auf einen grünen Zweig zu kommen.
Solange ich kein Hintergrundwissen habe gehe ich erst einmal davon aus, er hat es nur gut gemeint.
Viele Anleger haben doch Geld verloren. Wenn ich eine Aktie vor einiger Zeit für 100 Euro gekauft habe und sie ist durch die Wirtschaftskrise auf 25 Euro gesunken, letztlich ist das doch nicht die Schuld des Anlegers oder sehe ich da etwas falsch?
Viele Betriebe stecken doch in Schwierigkeiten, weil ihr Vermögen durch Aktien nur noch 1/4 des Wertes haben. Bei welcher Bank bekommt so ein Betrieb noch Kredit? Und da fängt das Dilemma dann ja schon an.

Nur mal so nachgedacht, ohne wirklich viel Ahnung von dem Thema Börse zu haben.

Liebe Grüße

Gaby

Ja. Nein. Anders. Es ist halt alles viel komplizierter… (Sorry Gaby :blush: )

Es gibt durchaus treffsichere Ratingverfahren zur Beurteilung von Ausfallwahrscheinlichkeiten, es gibt mathematische Methoden zur Risikoquantifizierung und -qualifizierung. Dabei spielt der aktuelle Börsenwert der Aktien für die Kreditvergabe nur eine zu vernachlässigende Rolle. Ratingverfahren und Scorings blicken immer nur in die Vergangenheit - und die war ja hier durchaus glorios. Daraus leiten Ratings mathematisch die wahrscheinliche Entwicklung in der Zukunft ab.

Wie auch schon gesagt: Ein kompliziertes Ursachenbündel führte zur Katastrophe. Wie immer.

Scholli schreibt:

Moin Tom,

ich habe nicht genau verstanden was die Kreditvergabe an deine Firma mit dem Freitod von Adolf Merckle zu tun hat.
Vielleicht solltest du dich mal mit Basel 2 sowie mit dem Ratingcode deiner Firma beschäftigen.
Es stimmt aber das es heute wesentlich schwerer ist an Fremdkapital zu kommen wie z. Bsp. vor 10 oder 20 Jahren.
Aber sogar Banker sind in ihrer Borniertheit lernfähig(und das soll schon was heißen) und verfügen inzwischen in ihren Kreditabteilungen über einigermaßen qualifizierte Mitarbeiter.

Ich brauche hier keine Bewertung meiner eigenen Fähigkeiten, die kenne ich allein. Ich habe genügend Berater an meiner Seite, die nicht aufs Geld schauen, wenn sie beraten, sondern die ehrlich und offen darstellen, was machbar ist und was nicht.

Nachdem nun immer mehr Fakten an die Öffentlichkeit kommen, wächst ja sogar der Gedanke, dass der Freitod eine “Voraussetzung” für die Zerschlagung des Imperiums gewesen sein könnte. Die Presse ist ja voll von Darstellungen eventueller Gründe.

Naja, ich ziehe mich wieder zurück und bleibe mit meinen Gedanken alleine!

Tom aus Franken

Tom, es hat Dich doch keiner angegriffen. Es wurden nur auch anderes Aspekte als die von Dir dargestellten betrachtet. Daher würde ich einen Rückzug von Dir nun als falsch verstandenes Lesen der anderen Beiträge sehen. Oder habe ich jetzt etwas falsch verstanden?

Dieter

:slight_smile: Mein lieber Tom,
nein, Du lebst keineswegs in einer falschen Welt. Du lebst, wie wir alle, in dieser Welt. Sie ist wie sie ist. An manchem, was da vorgeht, könnte man beinahe verzweifeln. Der Unternehmer, um den es hier geht, der war offensichtlich so verzweifelt, dass er seinem Leben ein Ende setzte.

Du schreibst: „Mich soll doch das Leid der Menschen rühren, ich soll doch für gerade diese Gruppe Menschen beten.“ Richtig! Die Barmherzigkeit (Lehnübersetzung von lat. misericordia) ist eine Eigenschaft des menschlichen Charakters. Eine barmherzige Person öffnet ihr Herz fremder Not.

Es ist nicht meine Sache, die Unternehmenspolitik dieses Mannes nachträglich zu bewerten oder gar zu verurteilen.

Mein Anteil an handelnder Barmherzigkeit beschränkt sich hier auf fürbittende Anteilnahme, Menschlichkeit, Mitempfinden, Mitfühlen, Mitgefühl, Mitleid usw.. Da ich an einen barmherzigen Gott glaube überlasse ich ihm die anderen Anteile: Gnade, Vergebung und Verzeihung für einen Menschen, der, aus welchen Gründen auch immer, seinem irdischen Leben ein Ende setzte (siehe u. a. Psalm 103, 8 und . Matthäus 5,7).
Liebe Grüße vom Micha + + +

Dieser Artikel ist m.E. unparteiisch und informativ.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/merckle-imperium-zerbricht;2121879
Die Schieflage ist nicht durch “Zockerei” entstanden, sondern durch eine Fehlentscheidung.

Insgesamt sind die verschiedenen Holdingfirmen von Merckle nach Informationen aus Finanzkreisen mit etwa fünf Mrd. Euro verschuldet – bedingt vor allem durch die kreditfinanzierte Mehrheitsübernahme des Baustoffkonzerns Heidelberg Cement durch Merckle sowie zu einem geringeren Teil durch fehlgeschlagene Spekulationsgeschäfte.<<

Hätte Merckle nicht diesen Baustoffkonzern übernommen, wäre die Schieflage gar nicht erst entstanden. Dann hätte er vielleicht auch nicht mit VW-Aktien spekuliert. Er hat m.E. halt gehofft, Verluste die durch diese Fehlentscheidung entstanden sind damit auszugleichen.

Bei Porsche hat es ja gut geklappt. Sie hatten letztes Jahr mehr Gewinn eingefahren, als sie Umsatz hatten :unamused:

Ansonsten kann ich Micha`s Beitrag nur unterstreichen.

Liebe Grüße

Gaby

Ich brauche hier keine Bewertung meiner eigenen Fähigkeiten, die kenne ich allein. Ich habe genügend Berater an meiner Seite, die nicht aufs Geld schauen, wenn sie beraten, sondern die ehrlich und offen darstellen, was machbar ist und was nicht.

Nachdem nun immer mehr Fakten an die Öffentlichkeit kommen, wächst ja sogar der Gedanke, dass der Freitod eine “Voraussetzung” für die Zerschlagung des Imperiums gewesen sein könnte. Die Presse ist ja voll von Darstellungen eventueller Gründe.

Naja, ich ziehe mich wieder zurück und bleibe mit meinen Gedanken alleine!

Tom aus Franken[/quote]


Hallo Tom,

Bewertung war nicht meine Absicht und hast du wohl falsch verstanden.
Wenn es falsch rübergekommen ist entschuldige bitte. :wink:

Ich denke nur wir sollten für jeden Menschen Mitgefühl haben der in einer verzweifelten Situation ist und nicht mehr weiter weiß.

Egal ob er “oben” oder “unten” ist.

[quote=“scholli”]
Ich brauche hier keine Bewertung meiner eigenen Fähigkeiten, die kenne ich allein. Ich habe genügend Berater an meiner Seite, die nicht aufs Geld schauen, wenn sie beraten, sondern die ehrlich und offen darstellen, was machbar ist und was nicht.

Nachdem nun immer mehr Fakten an die Öffentlichkeit kommen, wächst ja sogar der Gedanke, dass der Freitod eine “Voraussetzung” für die Zerschlagung des Imperiums gewesen sein könnte. Die Presse ist ja voll von Darstellungen eventueller Gründe.

Naja, ich ziehe mich wieder zurück und bleibe mit meinen Gedanken alleine!

Tom aus Franken
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Hallo Tom,

Bewertung war nicht meine Absicht und hast du wohl falsch verstanden.
Wenn es falsch rübergekommen ist entschuldige bitte. > :wink:

Ich denke nur wir sollten für jeden Menschen Mitgefühl haben der in einer verzweifelten Situation ist und nicht mehr weiter weiß.

Egal ob er “oben” oder “unten” ist.

So habe ich auch mein Zurückziehen nicht gemeint. Ich brauche dazu Zeit, weil ich mir nicht ganz sicher bin, war es eigentlich wirklich Selbstmord? Wie durch ein Wunder hat sich durch den Tod doch eigentlich schnell geklärt, was geklärt werden musste. War Herr Merckle im Weg. Warum hat er vor seinem Tod alles geregelt und dann diese Entscheidung. Ich denke da immer an die Buddenbrocks oder an große Familienbetriebe im hohen Norden, wo sich ähnliche Tragödien abspielten. Stehen dahinter nicht irgendwelche Intriganten. Sind diese nicht zur Verantwortung zu ziehen für ihr Tun. Wer “untersucht” diesen Fall? Für mich steht es fest, dass der letzte Gang des Herrn Merckle nicht ganz freiwillig war.

In den letzten Tagen und Wochen war zu lesen, dass Herr Würth sein Imperium von Deutschland nach Österreich verlegen will, wenn diese ganze Misere von Steuerprüfungen und was auch sonst noch immer nicht im Rahmen bleiben usw. usw. Ich gehe davon aus, dass beide, Herr Würth und Herr Merckle irgendwie aus einem Holz sein dürften. Wenn es stimmt, soll Herr Würth sogar sehr christlich sein. Von Herrn Merckle sind doch ähnliche Eigenschaften beschrieben worden.

Mit diesen Gedanken will ich eigentlich allein bleiben, habe sie aber dennoch veröffentlicht.

Tom aus Franken

Herr Würth, lieber Tom, ist neuapostolisch. Meines Wissens war er sogar mal Diakon.
Ersteres weiß ich sicher, denn ich habe in Ungarn mal seine Bezirksältesten kennengelernt. Letzteres kann sein, weiß ich nur vom Hörensagen.

Gruß Dieter