Werter Herr P.G.,
nach der Bibel hat Jesus seiner versammelten Jüngerschaft seine Wiederkehr noch zu deren Lebzeit zugesagt. (Die knappste Schätzung des Kommens des Reiches findet sich beispielsweise bei Matthäus, wenn Jesus zu den Aposteln spricht, ehe er sie aussendet: “Wahrlich ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschensohn kommt” , s. Matthäus 10,23. Bei Markus finden wir die zweite Verschiebung: “Und er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das Reich Gottes mit Kraft kommen” , s. Markus 9,1) Von einer körperlichen Rückkehr zu ihnen hat ER nichts erwähnt. So kann ER sie nur geistig gemeint haben (oder sollte Jesus als jemand gesehen werden, der die Unwahrheit sagt oder sich gewaltig irrt?). Dass er im Geist zurück zu kehren beabsichtigte, erschließt sich im übrigen aus seiner Zusage, immer dort anwesend sein zu wollen, wo zwei oder drei sich in seinem Namen versammeln. Davon gehen ja bekanntlich auch die christlichen Kirchen wie beispielsweise die NAK aus, denn sie sagen, dass Jesus nicht nur in ihren Gottesdiensten anwesend ist, sondern auch in den Herzen … beides natürlich unsichtbar und daher im Geist! Ja, und Gott war immer schon Geist, sein Sohn nach seinem Erdendasein auch wieder. Alles logisch. Oder?
Auf den, der da ist, muss man nicht warten, dass er kommt. 
Ich empfinde Jesu Anwesenheit bei mir, ja, in mir.
Herz, was willst du mehr? 
Aber, bitte, wer so nicht empfindet oder wem das - abweichend von Jesu Zusage: ich bin bei euch alle Tage - nicht genügt, der kann ja warten, warten, warten - ein Leben lang, immer vergeblich. Auf ein Erscheinen (wo eigentlich? in Zürich? in Rom? oder gar in Moskau?) !
Viel Spass beim Warten. Das hatten wir schon einmal in der NAK. Ausgang ist bekannt.
Freundliche Grüße aus einem Herzen mit Jesus Christus
Com.