Erntedank - Stap in Dresden

4.10.09 Erntedankgottesdienst - Stammapostel in Dresden/Kulturpalast

Meine persönlichen Eindrücke:

Musikalisch wurde der Gd umrahmt durch Vorträge von Chor, Kinderchor und Instrumentalgruppe mit z.T. sehr schönen Stücken aus Nicht-NAK-Literatur. Besonders angesprochen hat mich das kurze Chorstück “Zünde an dein Feuer” mit Flügel-Begleitung kurz vor dem Gottesdienst. Wahrscheinlich lag es an der Übertragung, dass der Bass des Flügels, der bestimmt vorhanden war, kaum wahrnehmbar war. Auch der Frauenchor “Wenn Friede mit Gott” - ebenfalls mit Flügel-Begleitung - während des Abendmahls der Apostel (wo alle andächtig stehen bleiben müssen), kam wohl deshalb etwas schrill rüber.

Textwort: Psalm 7, 18

18 Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhöchsten.

Außer der erwarteten Mahnung zur Dankbarkeit und seinem Wunsch, wir mögen eine Kultur der Dankbarkeit und Freude in den Gemeinden pflegen, zitierte der Stap gleich zu Beginn den französischen Philosophen Gabriel Marcel: “Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kraft der Zerstörung”, wobei der Autor aber nicht genannt wurde, gehört er doch schließlich zur sogenannten ungeliebten Sekundärliteratur. :wink:

Außerdem ging der Stap noch ausführlich ein auf das bekannte Bibelwort aus Petrus 2, 9:

9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht

Ausdrücklich bezog der Stap aber alle anwesenden Gäste in die Auserwählung mit ein (wahrscheinlich wusste er, dass Cemper vorne links saß :mrgreen: ) und betonte, dass er zwar ganz genau wisse, dass wir (die NAK-Schäfchen), so wir uns ehrlich bemühen, dazugehören, er es aber jedem gläubigen Christen gönne, auch zu diesem heiligen Volk zu gehören und es letztlich Gott bestimme, wer dazu berufen ist. Schön, dass es mal wieder gesagt wurde, das hab’ ich wirklich mal wieder gebraucht!

Dann wurden noch vielfach die Begriffe “Wohltat” und “verkündigen” definiert und als der Stap Amen sagte, war ich körperlich erleichtert, von dieser hochfrequenten, so mit Druck durch den Kopf gepressten Stimme erlöst zu sein.

Der copredigende Bap Koberstein war von daher gesehen schon rein stimmlich eine Wohltat, auch dass er es schaffte, auf den Grund unserer Dankbarkeit überhaupt, Christi Opfertod, zu verweisen und er machte deutlich, dass wir mit jeder Feier des Abendmahls Christi Tod verkündigen.

Außerdem mitgedient hat noch Ap Böttcher.
Angeschlossen waren alle Gemeinden Mitteldeutschlands und Polens.

Hier nun auch der offizielle Bericht:

Klick

:sunglasses:

nak mitteldeutschlandschrieb:

Mit Blick auf den Erntedanktag zitierte der Stammapostel einen Satz, der ihn sehr angesprochen habe: “> Dankbarkeit lässt wachsam sein, wappnet gegen die Kräfte der Zerstörung> .”

Dieser Satz, der manchen gut gefiel, “Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kräfte der Zerstörung.” stammt von Gabriel Marcel und wird gerne in ev und kath GDen zum Erntedanktag verwendet. :wink:

Ich habe eben eine Mail an den Pressesprecher von NAK Mitteldeutschland geschrieben:

und warte mal ob es eine Antwort oder Reaktion geben wird.
Dieter

scho neidabbt . . . :cry:

http://www.glaubeundkirche.de/viewtopic.php?f=9&t=6407&p=317919#p317919

Yepp. In 3 Tagen ist es “das Wort des Stammapostels” und in 3 Jahren “der alte Gottesmann”.

Wer redet denn von “muessen”, verehrte evah pirazzi? Meinen Sie damit womoeglich, es handle sich bei dieser Geste um einen Gessler-Hut?

Wie mir eben der Pressesprecher mitgeteilt hat, wurde der Verfasser des Artikels von ihm um eine entsprechende Ergänzung gebeten. Nun, dann wird es wohl bald richtiggestellt sein.

tergram, welcome back!

Dieter

Diese Progerie ist genau so unheilbar wie die physische.

Auf jeden Fall wurde die Änderung bereits vorgenommen. Wenigstens das war heilbar :wink:
Dieter

Hmmmm… nachdenk bitte noch mal zurück auf “Anfang”:


Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kräfte der Zerstörung - sagt der französische Philosoph Marcel.

Bei allem Respekt: Ich verstehe diesen Satz nicht.

  • Welche Kräfte welcher Zerstörung? Wer/was zerstörte - im Falle fehlender Dankbarkeit - wen/was?
    Wenn Menschen aufgrund ihrer schrecklichen Lebenslage keinen/wenig Grund zur Dankbarkeit haben, schläft deren Seele ein? Wenn ja, was wäre die Folge?
    An wen hat sich die geforderte Dankbarkeit zu richten?
    Würde bei zuteil gewordenem “Guten” nicht auch schlichtweg Freude darüber ausreichen?

(Marcel und Leber hin oder her: Nur weil’s ein Philosoph gesagt und ein Kirchenmann nachgeplappert hat, muss es weder richtig sein, noch eine Bedeutung für mein Leben haben…)

Aber vielleicht mangelt es mir auch nur wieder mal an der rechten Augensalbe. Kann mir jemand mit einem Tübchen aushelfen bitte?

Ich habe diesen “big events” schon als Kind (damals noch ohne Bildübertragung) nix abgewinnen können und daran hat sich nicht viel geändert.

Dazu kommt aktuell noch die eingangs angedeutete Aversion gegen die von unharmonischen Obertönen überlagerten Stimmfrequenzen des Stap erschwerend hinzu. (Ich frage mich, ob da nicht ein Stimmfrequenz-Seminar besucht wurde und irgendetwas falsch verstanden wurde, z.B. die falsche Bovis(Rind)-Einheit gewählt wurde).

Eigentlich wollte ich zu diesen Ü-Gds gar nicht mehr hingehen, aber es ist immer noch so eine Art Pflichtgefühl.

Es ist auch dieses durch alle Poren atmende Hirarchiegeprange, nicht nur beim Abendmahl, was mich immer wieder abstößt. Außerdem weiß man ja auch, was im Vorfeld an Aufwand betrieben wird, damit alles so “großartig” ist.

Ich brauche das alles eigentlich überhaupt nicht.

Und was den Herrn Cemper betrifft - falls er wirklich vor Ort war - so ist er entweder so selig geworden, dass er noch mühsam dabei ist, wieder “runter” zu kommen oder er fühlte sich so vereinnahmt und eingeschlossen in diese “geschlossene Gesellschaft”, dass er noch mit der inneren Befreiung beschäftigt ist - so vermute ich.

:wink:

Bei diesen Seminaren würden mir zuviele “Leeren” vermittelt:

  • Regenbogenlehre
  • Heilige Geometrie
  • Sternzeichenlehre
  • Wasseradern
  • Stimmfrequenz
    Na ja, wenn’s hilft :smiley:

tergram, das waren auch meine ersten Gedanken: Klingt ja gut, aber ist das so? Und wie ist es gemeint…?

Ich erkläre mir das so: Dankbarkeit meint die Erfahrung oder vielmehr das Bewusstsein, dass man selbst Teil von allem ist; Teil eines (schöpferischen) Ganzen. Dieses Bewusstsein “rückt einen zurecht” - auf eine gute Art. Es zeigt einem die natürliche Abhängigkeit von Geben und Nehmen, in der wir alle leben und in der jeder - im Grunde - seinen Platz und sein Aufgabe hat. Es macht einem bewusst: Ich kann nicht alleine leben. Ich darf nicht nur für mich leben; aber ich brauche es auch nicht…

Mit den zerstörerischen Kräften könnte dann das Gegenteil gemeint sein, nämlich das Entfernen (Isolieren) des Einzelnen aus der (Gesamt-)Gemeinschaft… angefangen von einer mangelnden Achtsamkeit dem Leben gegenüber (die man ja schon nicht mehr voraussetzen darf), über den Egoismus (der noch gesund sein kann) bis dahin, dass man sich über seine Mitmenschen oder das Leben an sich erhebt. Und von da aus haben zerstörerische Kräfte es leicht, sich zu entwickeln, das erleben wir ja…

ennA grüßt :wink:

Verehrter Ernst-Ludwig,

du meinst, die NAK ist “auf den Hu(n)t gekommen”? :wink:

Ganz so weit ist sie wohl noch nicht, aber dieses ungeschriebene Gesetz ist eines von vielen, welches die herausgehobene Stellung der oberen Ämter herauskehrt, denn sowie die Oberen das Mahl empfangen haben, ist es gestattet sich zu setzen, obwohl das Abendmahl ja noch längst nicht beendet ist. Diese Praxis widerspricht meinem christlichen Empfinden, denn Jesus hat nichts derartiges gelehrt oder vorgelebt. Wo bleibt da die neu propagierte “Augenhöhe”, das “ich bin ok, du bist ok”- Prinzip. Ist doch alles leeres Gewäsch, oder nicht?

:confused:

Zum Spruch des Philosophen, dessen Name nicht genannt wurde, noch Folgendes:

Ich glaube nicht, dass der Stap dabei Menschen vor seinem geistigen Auge hatte, die in großer Bedrängnis leben, sondern ich glaube zu wissen, dass sein Anliegen einzig und allein auf die Dankbarkeit innerhalb des “Werkes Gottes” gemünzt war. Wir sollen in unserem Glaubensleben in der Kirche (NAK) immer für alles dankbar sein, dann kommen die zerstörerischen Kräfte, beispielsweise der Kritik, nicht auf, die uns vom “Felsen” trennen wollen. Denn, so wurde ja erst kürzlich verlautbart, dann wird es uns sehr schlecht ergehen.

Ich weiß, wie in der Führungsriege gedacht wird, es wird immer nur dann ein Spruch von einem “Außenstehenden” (dessen Name dann aber besser gar nicht genannt wird), einem “Nicht-Alt-Gottesmann” bemüht, wenn es ins NAK-Schema passt - ein globales Problembewusstsein darf man da nicht vermuten, geschweige denn erwarten.

Verehrte Frau evah, Sie muessen mich dort mit jemandem verwechselt haben. Isch 'abe gar keinen Hut getragen.

Huch :mrgreen:

Ja, ja Verehrtester VierZwo, die Jahre nagen und die Fingerchen machen was sie wollen…

Sach mal, wieso kannst du unter meinem Nick Beiträge reinstellen? (Ich bin geschuettelt, nicht geruehrt!)


(Zur Erklärung: Der vorhergehende Beitrag ist nicht von der evah - nein, nein - er ist eine unerklärliche Verwicklung von Zwoundvoerzueschs Fingern)

:wink:

Bevor du den Beitrag so schroeckloech verstuemmelt hast, sah er so aus:

Verehrter Herr Zwoundvoerzuesch,

kennst du den Spruch:

Siehst du den Hut dort auf der Stange?
Geirrt, es war der Lange.

(Das würde auf dich passen, nicht wahr? Meine Erinnerung an dich (Wuppitupps): Sehr groß und eine Stimme, die selbst im Flüster-Modus noch Räume ausfüllt) :laughing:

Also, jetzt mal ganz im Ernst-Lüdwisch, ich weiß, auf was du anspieltest. Ich setzte den Link, um mein “t” am Ende von Hu(n)t zu begründen, weil dort in der Wiki-Erklärung auch der Verweis auf einen möglichen Ursprung des Sprichwortes, auf Hunt (Förderwagen im Bergwerk) aufgeführt war. Meine Assoziation dabei war, wenn die Kirche tatsächlich, wie im erwähnten Drama, entpersonifizierte Hüte oder schwarze Anzüge aufbaute und bestenfalls ein Tonband dazu abspielte, dann wäre sie in der Tat auf den Hund gekommen. :wink:

Aber noch ist es nicht so weit, noch spielen sie in dem “Drama” leibhaftig mit! :laughing:

(Obwohl - es soll ja schon vorgekommen sein, dass die Toilette, die der Apostel beim Familienbesuch benutzte, zum “Heiligen Sch…haus” erklärt wurde und fortan nicht mehr geputzt wurde…)

:mrgreen:

.
?

Herr autor, hier sind alle etwas geruehrt bis geschuettelt; moechtest du dich (nicht) dazu gesellen? :mrgreen: