NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

@Shalom

Weshalb Glaube und Vertrauen bedingungslos ab zu geben, falls diejenigen die dieses und vieles mehr hinnehmen möchten, selber für ihre Nächsten wenig oder fast keine Gnade haben? Im “Fall Rohn” bin ich sehr besorgt über die Kirchenleitung. Wie glaubwürdig verhalten sich die “höheren Führungsverantwortlichen” in diesem Dauerkonflikt?

"> Zur Wahrung des unabdingbaren Vertrauensverhältnisses gehört auch, daß ein Amtsträger niemals bei Gemeindemitgliedern Geld borgen darf und auch diesen keines leihen soll > (vgl. Sirach 29, 4-9).

Jeder Amtsträger muß sich bewußt sein, daß er selbst der Gnade Gottes bedarf. Er wird sich daher hüten, anderen Vorwürfe zu machen, sie zu richten oder gar zu verurteilen."

Quelle: Richtlinien für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche (Zürich, im September 1993/R. Fehr)



[1] Liebe Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilt würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest. [2] Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Quelle: Galater - Kapitel 6: Mahnung zur Brüderlichkeit (Lutherbibel 1912), > http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/galater/6/#1


Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder mit. >

Quelle: 1. Korinther, 26 (Lutherbibel 1912), > http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/1_korinther/12/#26



StAp Schneider (Gottesdienst in Bern am 13. Januar 2013): > “Die Gemeinde kann nicht sechts Monate warten, um ein Wort in die Tat umzusetzen”

Quelle: Kai Funkschmidt, > http://www.ekd.de/ezw/Publikationen_2899.php



“Lassen sich entstandene Konflikte nicht lösen, kann sich jeder vertrauensvoll an einen höheren Führungsverantwortlichen wenden.”

Quelle: Leitbild “Dienen und Führen in der Neuapostolischen Kirche”

Kann jemand nun bitte erklären, wieso in einer privaten Angelegenheit für nur eine der Kriegsparteien (!) die Anwaltsrechnungen als notwendig bezahlt werden von der NAK-Kirchenleitung?

“> Der Streit begann damit, dass De Bruijn im Zusammenhang mit einem äußerst bizarren Rechtsstreit zwischen Rohn und der NAK Niederlande von Rohn die Rückzahlung von 150.000 Euro nebst Zinsen verlangte. > Das Gericht hatte schon in Urteilen vom Dezember 2009, Juni und Oktober 2010 den ehemaligen Bezirksapostel dazu aufgefordert, seine Behauptung zu beweisen. Doch dem kam De Bruijn damals nicht nach. Dennoch, obwohl dieser Beweismangel erkennbar war, hielten der damalige Bezirksapostel Armin Brinkmann, zu dessen Verantwortungsbereich der Rechtsstreit schließlich zähle und dessen Nachfolger Rainer Storck immer an den Behauptungen De Bruijns fest > und bezahlten dessen Anwaltsrechnungen> .”

Quelle: Glaubenskultur-Magazine, “Verschleierung der Wahrheit” m.koch, 2014-07-25, > http://www.glaubenskultur.de/artikel-1876.html

Es würde mich nicht überraschen, wenn seit 2008 die aus Opfereinnahmen (!) für den Bezirksapostel De Bruijn bezahlten Anwaltsrechnungen sich erhöht haben zu einem Betrag von ca. 75.000 bis 100.000 €. Die “Gottesknechte” zeigten sich zuversichtlich, wir kämpfen den guten Kampf des Glaubens:

"In den anschließenden Gerichtsverfahren ging es hart auf hart. > So wurde dem suspendierten Mitarbeiter im Namen des Kirchenvorstands von einem Rechtsanwalt im Beisein von Apostel Klene angesagt, man werde ihn (und damit seine Familie) finanziell zugrunde richten.> "

Quelle: Glaubenskultur-Magazine, “Schluss mit der Verwaltung des Mangels!”, Tjerk Broersma, 2011-05-10, > http://www.glaubenskultur.de/premiumartikel-1471.html

Dementsprechend predikte auch Stammapostel Leber wann er Bezirksapostel De Bruijn “in den wohlverdienten Ruhestand” versetzte:

Regeln für den guten Kampf

Der internationale Kirchenleiter stellt in seiner Predigt „Regeln“ auf. Angesichts des Bibelwortes aus 2. Timotheus 2,5: „Und wenn jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.“, sprach er über die Regeln eines guten Kampfes. Die erste Regel heiße Christus in die Mitte! „Wenn man das nicht tut und Christus beiseiteschiebt, dann kann man den Herrn auch nicht erleben.“ Für die zweite wichtige Regel griff der Stammapostel auf ein Wort des Apostels Paulus zurück: „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!“ Und für die dritte Regel stellte er den Merksatz auf: Wir wollen Gnade suchen, um Gnade zu empfangen.

Diese drei Regeln, so Stammapostel Leber, kennzeichneten auch das Wirken des Bezirksapostels deBruijn in den zwölf Jahren als Bezirksapostel. In seinen Gottesdiensten habe er immer wieder betont, wie wichtig es sei, Christus in die Mitte zu nehmen. Seine Liebe zu den vielen Glaubensgeschwistern sei dabei immer zu fühlen gewesen. Und er habe auch nach der Gnade gesucht, sei demütig gewesen und habe dem Herrn die Ehre gegeben. > „In ihm haben wir ein Vorbild dafür, was es bedeutet, recht zu kämpfen.“

Quelle: Bezirksapostel Armin Brinkmann leitet künftig die Neuapostolische Kirche in den Niederlanden, 16.05.2011, > http://www.nak.org/de/news/news-display/article/17253/ >

War diese Lüge ein Zeugnis des Heiligen Geistes?!

Ich verfolge den Entwicklungen die mit dieser unglücklichen Konflikt verbunden sind, schon von Anfang an. Meist war ich auch dabei, als die Kirchenleitung und Bruder Rohn vor Gericht erscheinen mussten. Um meine Eindrücke zusammen zu fassen, zitiere ich Dietrich Bonhoeffer. Er fragte sich in Dezember 1942: sind wir noch brauchbar?

  • “Wir sind stumme Zeugen böser Taten gewesen, wir sind mit vielen Wassern gewaschen, wir haben die Künste der Verstellung und der mehrdeutigen Rede gelernt, wir sind durch Erfahrung mißtrauisch gegen die Menschen geworden und mußten ihnen die Wahrheit und das freie Wort oft schuldig bleiben, wir sind durch unerträgliche Konflikte müde oder vielleicht sogar zynisch geworden – sind wir noch brauchbar? Nicht Genies, nicht Zyniker, nicht Menschenverächter, nicht raffinierte Taktiker, sondern schlichte, einfache, gerade Menschen werden wir brauchen. Wird unsere innere Widerstandskraft gegen das uns Aufgezwungene stark genug und unsere Aufrichtigkeit gegen uns selbst schonungslos genug blieben sein, daß wir den Weg zur Schlichtheit und Geradheit wiederfinden?”

Siehe auch das Urteil vom 15. Juli 2014 des Berufungsgerichts von Arnhem-Leeuwarden: http://samenapostolisch.nl/forum/viewtopic.php?p=595#p595.

MfG,
Vogelfrei