Mein Mann ist querschnittgelähmt.gestern wurde sein Antrag auf invaliditätspension abgelehnt, mit der Begründung es liege keinebinvaliditätnvor. Heute schon hatten wir die anderen Ämter, die Tür die auszshlung der Grundsicherung zuständig sind am Hals. Ich bin fix und fertig.
Liebe glasperle,
leider ist es fast normal, dass der erste Antrag abgelehnt wird. Da hilft nur, Einspruch, möglichst fundiert, einzulegen.
Eine gute Adresse ist, glaube ich, auch zur Unterstützung der SoVD.
Notfalls Einspruch einlegen und Begründung nachreichen, da alles ja fix gehen muss.
Wir ziehen das gerade wegen der Pflegestufe durch. Da braucht man Geduld und Ruhe, darf aber auch nicht nachlassen.
Die Entscheider schicken oftmals Bescheide nur nach Aktenlage raus. Da braucht man dann schon gute Befunde.
Ich denke an euch.
H.
So einfach ist das leider nicht. Wenn man eingeschränkt mobil ist, kann man oft nicht zur Post. Ein Einspruch per Mail ist rechtlich fragwürdig. Mit good will kann dieser anerkannt werden, muß aber nicht. Bwhindertenorgsnisationen beklagen dies übliche praktik. Es ist nämlich eine gute Methode die Betroffenen auszuhungern und ihnen auch noch die Schuld zuzuweisen.
Ja glasperle, Flüchtlinge sind (leider) sehr willkommen, in diesem Land. Das leider bezieht sich jetzt auf die Ungleichbehandlung. Bürger dieses Landes werden dagen leichtfertig als Pack abqualifiziert. Es dauert wohl eine gewisse Zeit, bis die Politik ganz einfach mal genauer hinschaut.
Aber mal etwas ganz aktuelles.
Da war gestern ein Film im Fernsehen, der hieß wohl ‘Unschuldig verurteilt’.
Mit einer anschließenden Dokumentation über eine Erzieherin aus einem kath. Kindergarten bei Köln.
Da wurde diese Frau durch Oberflächlichkeit und anschließendem gezielter Diskriminierung fertig gemacht.
Durch das Bistum Köln.
Da hat man wirklich den Eindruck, de Kirche schützt fehlorientierte geistliche Ämter und sucht zur Ablenkung unschuldige Bauernopfer. Um von der eigenen Schuld abzulenken.
Es war einfach wiederlich zu sehen, wie da der Amtsapparat seine Macht missbraucht.
Ja glasperle, Flüchtlinge sind (leider) sehr willkommen, in diesem Land. Das leider bezieht sich jetzt auf die Ungleichbehandlung.
Gehts noch???
Was ist denn das für eine Logik?!
Ich erwarte von einem Staat, dass er alle Flüchtlinge gleich behandelt und alle mit Pflegestufe oder Behinderung.
Ich erwarte nicht, dass er Behinderte wie Flüchtlinge behandelt - oder andersrum.
VG michael
Und genau das erlebe ich leider nicht.
Wie wäre es, wenn wir von Menschen reden?
Und wenn wir ohne Unterschied versuchen zu helfen, wenn Menschen in Not geraten?!
Dann kann es eigentlich nur noch darum gehen, wie am Besten geholfen ist!
Centaurea
centaurea schrieb:
Dann kann es eigentlich nur noch darum gehen, wie am Besten geholfen ist!
Eventuell mit einem bedingungslosen Grundeinkommen?
? wie unsachlich.
Warum sollte ein Mensch mit Gastrecht in einem Staat ein Bedingungsloses Grundeinkommen bekommen?
Ein Gast und nichts anderes ist ein Mensch als Flüchtling im fremden Land, genießt Gastrecht.
Das Bedingungslose Grundeinkommen ist sicher kein Thema für den der Gastrecht genießt.
Sollte der Mensch vom Flüchtling später zum Bürger werden, genießt er dann ein anderes Recht.
Ich kann nicht verstehen, dass die Ärmsten sich unter- und gegeneinander ausspielen lassen.
Bei den oberen 10% ist genug Vermögen da und wird es täglich rasant mehr.
Und zur Ablenkung wird nach unten getreten und Stimmung im Volk gemacht.
Und das Volk merkt es nicht.
Viele erliegen den alten polulistischen und rassistischen Parolen aus längst vergangen geglaubten Tagen;
folgen den wieder auferstandenen Rattenfängern ins Verderben.
Was waren wir damals glücklich, als wir freie Fahrt über die innereuropäischen Grenzen hatten und
nun ist man überall mit Feuereifer dabei alles wieder einzureißen…
Stattdessen wäre es nötiger denn je einen Bundesstaat Europa zu gründen, um die aktuellen und
die noch kommenden Probleme gemeinsam und mit vereinten Kräften zu lösen!
Glasperle schrieb:
Mein Mann ist querschnittsgelähmt. Gestern wurde sein Antrag auf Invaliditätspension abgelehnt, mit der Begründung es liege keine Invalidität vor. Heute schon hatten wir die anderen Ämter, an der Türe, die für die Auszahlung der Grundsicherung zuständig sind. Ich bin fix und fertig.
Werter Michael Koch,
ohne die näheren Umstände von glasperle´s Mann zu kennen, kann ich deren Empfinden einer Ungleichbehandlung von Flüchtlingen und Einheimischen verstehen. Während sich ihr Mann als Querschnittsgelähmter eine (vermutlich kleine) Invaliditätsrente und damit parallel eine Grundsicherung erkämpfen muss, wird jedem in Deutschland eintreffenden Migranten ab dem 1. Tag seiner behördlichen Meldung finanzielle Leistung zugestanden. Dabei spielt es zunächst auch keine Rolle, ob die Immigration wegen Bedrohung von Leib und Leben oder wegen des Anstrebens wirtschaftlich besserer Verhältnisse besteht. (Asylbewerber-Leistungsgesetz) Von Rückzahlung bei Rückführung habe ich persönlich noch nichts gehört, eher von Startgeld für den Wiedereintritt in deren Heimat.
Dass bei solchem Sachverhalt einem - bis zum Eintritt einer Invalidität, treuen Steuerzahler, einmal der Gedanke einer Ungleichbehandlung entsteht, ist mir irgend wie eingängig.
Gruß Brombär
Centaurea schrieb in seinem Beitrag zuvor: _Wie wäre es, wenn wir von Menschen reden?
Wenn wir ohne Unterschied versuchen zu helfen, wenn Menschen in Not geraten?!
_
Warum sollte ein Mensch mit Gastrecht in einem Staat ein Bedingungsloses Grundeinkommen bekommen?
Weil der größte Teil dieser Menschen kein Gastrecht erwerben will, sondern einen endgültigen Verbleib in Deutschland anstrebt, den er nach bisher gemachter Erfahrung auch erreicht. Siehe hierzu den erfolgreichen Widerstand für eine Rückführung von abgelehnten Asylbeantragern ( die prozentualen Angaben sind ernüchternd und das Geeiere der Regierungsverantwortlichen ebenso).
Ein Gast und nichts anderes ist ein Mensch als Flüchtling im fremden Land, genießt Gastrecht.
Das Bedingungslose Grundeinkommen ist sicher kein Thema für den der Gastrecht genießt.
Ein rechtswidriges Eindringen in einen anderen Staat hat m.M. nach nichts mit Gastrecht zu tun. Ein beantragter- und genehmigter Aufenthalt dafür sehr wohl. Mit diesem unkorrekten Eindringen wurden die Maastrichter Verträge verletzt, und das mit Billigung deutscher Regierungsvertreter.
Ich kann nicht verstehen, dass die Ärmsten sich unter- und gegeneinander ausspielen lassen. Bei den oberen 10% ist genug Vermögen da und wird es täglich rasant mehr. Und zur Ablenkung wird nach unten getreten und Stimmung im Volk gemacht. Und das Volk merkt es nicht.
(Der Begriff “die Ärmsten sich gegenseitig ausspielen”, ist erklärungsbedürftig) Wer zu diesen Ärmsten gehört, kann die Zusammenhänge verstehen und wenn er politisch interessiert ist, wird er sich dagegen wehren, so er/sie kann. Waren es bislang „nur“ die 10 Prozent der Reichen die ihren Reichtum zu Lasten der Armen vermehrten, ist es jetzt eine Regierung, die Schengen und Maastricht außer Kraft gesetzt hat.
Viele erliegen den alten polulistischen und rassistischen Parolen aus längst vergangen geglaubten Tagen; folgen den wieder auferstandenen Rattenfängern ins Verderben.
Das, werter centaurea, sind für mich Floskeln mit denen die Befürworter dieser Zerwürfnis-behafteten Politik die Aufbegehrenden in die Ecke stellen.
Was waren wir damals glücklich, als wir freie Fahrt über die innereuropäischen Grenzen hatten und
nun ist man überall mit Feuereifer dabei alles wieder einzureißen…
Und wer hat diese Veränderungen geschaffen? Etwa die „deutschen Ratten“, die ihren Fängern in die Falle gehen? Bitte beantworte diese Frage sehr ehrlich. Das Zerwürfnis der mühseligen Aufbauarbeit des Gebildes Europa wurde nicht vom Wind zusammengeweht, sondern entstand durch einen verhängnisvollen Fehler.
Bb.
Da muss ich mkoch zustimmen und dich mit deinen eigenen Worten aus dem Nachbarthread von gestern konfrontieren:
__
Hier wird es aber gefährlich, weil da dann auch faschistoide Gedankengänge der Vergangenheit wieder Eingang finden.
Du verwechselst da Äpfel mit Birnen, vermischst es zu einem Brei, wie es auch gerne in populistischen Kreisen getan wird und am Ende wird aus leckeren Früchten brauner, verdorbener Matschbrei, der allen auf den Magen schlägt.
Verehrtes Brombär,
ich darf darauf hinweisen, dass “glasperle” den Vergleich mit Flüchtlingen gar nicht angeführt hat, sondern das “heidewolf”:
Vielen Dank!
MK
Liebe Hermine, lieber Michael.
Vergleiche hinken natürlich immer, mal mehr mal weniger.
Aber, Flüchtlinge sind auch nicht nur Flüchtlinge.
Da gibt es die Begriffe: Migranten, Syrienflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge, Asylbewerber, Kriegsflüchtlinge, Unbegleitete Jugendliche, Arbeitssuchende und, und und.
Darunter gibt es traumatisierte oder kampfbeauftragte oder notleidende MENSCHEN.
Menschen aus anderen Kulturkreisen. Und auch Kriminelle.
Das ganze Thema hat ein sehr breites Spektrum und erfordert umfangreiche Maßnahmen.
Und das ganze Thema, wir haben ja leider oder zum Glück, überhaupt kein gleichgeschaltetes EUROPA, bringt EUROPA an gewisse Belastungsgrenzen.
Deren Folgen könnte sein, das Europa auseinanderbricht, ettliche Länder von Rechstpopulisten übernommen werden.
So sehr weit sind wir da gar nicht mehr entfernt.
Und, wie die heutigen Nachrichten zeigen, wollen die Afrikaner diejenigen, die man als Pack bezeichnen könnte, auch nicht zurückhaben.
Ich bin der Meinung, die Menschen, die wir jetzt mit ihrem verschiedenen Status hier haben, sollten wir human behandeln. Sogar etwas differenzierter z. Bsp bei den Afgahnen. Aber wir dürfen auch nicht uns so darstellen, dass eigentlich nur noch unser Land als Einwanderungsland für Dutzende von Millionen armer Menschen dasteht. So dass es zu unabsehbaren gesellschaftlichen Konflikten kommt. Dann werden sich nämlich die bedingunslosen Gutmenschen heimlich davonschleichen und sagen, das habe ich so auch nicht gewollt.
Also, ich habe da in der Bibel nichts gefunden, was zu einer Völkerwanderung aufruft. Wohl aber zu barmherziger Gastfreundschaft und Hilfe für Notleidende. Und, da können wir uns gerne über viele Themen der Hilfe und gegen Ausbeutung unterhalten. Das wird zwar sehr schwierig, bei immer weiter steigender Weltbevölkerung, Klimawandel und Gewalt zu Lösungen zu kommen. Aber der Versuch diese Erde noch ein wenig humaner zu gestalten ist es wert.
Und, der Aufhänger für dieses Thema war ja, auch hier in unserem Lande das Soziale für die Menschen zu gestalten. Hat jemand den letzten Spreewaldkrimi gesehen? Der war zwar etwas überspitzt, hat aber auch Brennpunkte gezeigt. Es lohnt sich, sich auch darüber Gedanken zu machen, über die Abgehänkten unserer Gesellschaft.
Ich selber habe Anträge geschrieben für Bafög (da kamen für mein Kind immerhin 96€ bei raus) und für Pflegestufen. Das ist schon eine echte Herausforderung, aber hallo.
Das Thema ‘Flüchtlinge’ verdient aber sicherlich eines eigenen Freds oder eines eigenen Forums.
Da muss ich mkoch zustimmen und dich mit deinen eigenen Worten aus dem Nachbarthread von gestern konfrontieren:
Zitat:
Hier wird es aber gefährlich, weil da dann auch faschistoide Gedankengänge der Vergangenheit wieder Eingang finden.
Liebe Hermine, was mich betrifft, da denke ich, dass ich durch meine umfangreiche Beschäftigung mit Geschichte ganz bestimmt nicht mit faschistoidem Gedankengut sympathisiere. Aber auch nicht bedingungslos grünsozial bin.
Hier kommt aber wieder die Pendelgleichung zum tragen.
Schlägt das Pendel zu weit nach links aus, wird es unweigerlich als Gegenbewegung den Ausschlag nach rechts geben. Will das jemand???
(das jetzt mal gesellschaftsmäßig gesehen)
Michael, was Sie schreiben stimmt. aber Heidewolf bezog sich auf die Klage der Glasperle. In sofern zitierte ich die Klage von Frau Glasperle.
Hallo Heidewolf,
bezüglich deines letzten Satzes verweise ich auf meinen Beitrag: http://forum.glaubensforum24.de/viewtopic.php?f=11&t=3561
Ansonsten finde ich deine Haltung zum Thema Migration nach Deutschland sehr ausgewogen.
Ich freue mich, wenn dieses schwierige Thema mit Anstand und Sachlichkeit aufgegriffen wird. Allerding kommt es dabei gerne zu einer Situation wie sie Boris vor kurzem sehr nett beschrieben hat. Boris postete: „Umso erstaunlicher finde ich die oft fanatischen Argumentationen, in denen der Argumentierende am liebsten das Schwert ziehen würde, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen … “.
Auch wenn die Deutschen nicht die Welt retten werden und auch nicht Grundlegendes gegen die Not von geschätzten 60 Millionen Flüchtlingen ausrichten kann, ist es doch – wie du schreibst: Aber der Versuch diese Erde noch ein wenig humaner zu gestalten ist es wert.
Unsere Diskussion sollte sein: Wie helfen wir sinnvoll, nachhaltig und sozialverträglich.
Wir dürfen im derzeitigen Migrationsprozess nicht außer Acht lassen, dass das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) schon Mitte des Jahres 2015 ein Werbevideo veröffentlichte, das u.a. in arabischer Sprache Ausreisegeneigten eine möglichst unkomplizierte Emigration ermöglichen sollte. Tatsächlich träumte man damals noch von qualifizierten Technikern, Ärzten, Ingenieuren usw. Aber dieser Ansatz ist aus meiner Sicht grundlegend falsch.
Horst Seehofer, hat in seiner Eröffnungsrede auf dem CSU-Parteitag 2016 den Nagel auf den Kopf getroffen, als er ausführte:
„Wenn schon so viel über Humanität und Christlichkeit gesprochen wird, dann lassen Sie mich zum Ausdruck bringen: Der größte Akt der Humanität ist eine wirksame Fluchtursachenbekämpfung und die Menschen dort zu lassen, wo sie sind. Es ist keine humane Politik, wenn man jungen, gut ausgebildet Menschen - also den Leistungsträgern - Anreize gibt, woanders hinzugehen, denn das vergrößert nur noch das Elend der Länder in denen sie leben. Die beste Humanität ist, dafür zu sorgen, dass durch organisierte Hilfe der Weltgemeinschaft die Leute dort bleiben, wo sie aufgewachsen sind.
Als “Viel-Reisender” zwischen dem armen und dem reichen Europa kann ich diese Auffassung nur nachdrücklich bestätigen.
Ich bedaure sehr, dass unserer Regierung zum Zeitpunkt der Kürzung der UNHCR-Zuwendungen nicht reagiert hat. Es wäre unserem Volk eine Bürde erspart geblieben, die noch unsere Enkel-Generation mit verkraften muss. Die gravierenden (von der Bundesregierung zugegebenen) Kosten von derzeit jährlich ca. 22 Milliarden Euro hätten auf einen Bruchteil reduziert werden können. Finanzspritzen für Jordanien und den Libanon, hätte zu bürgernäheren Lösungen geführt. Wenn allerdings neugeschaffene Begriffen wie „Willkommenskultur“ oder „gute Bleibeperspektive“ nach vorne geschoben werden, ist die Absicht schon irgend wie erkennbar.
Nun gut, wir werden mit unseren Neubürgern leben und diese werden sich einen Teufel tun, mehrheitlich in ihre Heimatländer zurückzukehren, es sei denn, dass man ihnen verlockende Rückkehrprämien anbietet, die dann die bereits bestehenden Aufwendungen zunächst noch höher treiben.
Bei allen Diskussionen in diesen Monaten kommt mir die Thematik der überbordenden Bevölkerungsvermehrung zu kurz. Es kann einfach nicht sein, dass man in unterentwickelten Ländern nicht versteht, dass Kinderreichtum einen Wohlstand, wie wir ihn in Europa haben, ausschließt. Der zu verteilende Kuchen ist immer gleich groß, nur die Anzahl der hungrigen Münder sind zu viel.
So – ich muss aufhören, denn die Angelegenheit verführt zu zeitraubenden Darstellungen. Hoffentlich bekommt unsere Kanzlerin den „Geist der unabgesprochenen Migrantenverteilung“ wieder in die Flasche zurück, sonst gute Nacht Europa.
Alles klar, Brombär. Da sind wir ja auf einer Wellenlänge.
Ich kenne da jemand, der arbeitet recht intensiv bei der BAMF am Thema Integration. Ich werde mal versuchen, ihn zu befragen, um da klarer zu sehen.
Mich haben überhaupt nicht die WIRKLICH notleidenden Flüchtlinge gestört. Schließlich habe ich ja schon ein wenig mitgeholfen, damals vor vielen Jahren die Tamilen hier zu unterstützen. In einer gewissen Menge kann da Deutschland hier im Lande auch helfen. Der Begriff Selektion ist ja zu recht verpöhnt, aber unsere Kommune versucht da schon durch den Begriff ‘Bleibeperspektive’ gezielter zu unterstützen. Find ich gut. Mich ärgert nur diese Blindheit der Politiker, wie sie doch so dilletantisch an die Zukunftsaufgaben herangehen.- Die Armee zum Beispiel wird im Ernstfall wahrscheinlich zu 90% Einsatzunfähig sein, da der ganze komplizierte und teuer angeschaffte Kram nicht funktioniert. Die Flüchtlingsgelder in der Türkei versickern in Erdogans Taschen und kommen kaum an. Tausende von Flüchtlingen lungern in Deutschland rum, und es werden in Zukunft immer mehr, die auf dumme Gedanken kommen. Aber es werden Menschen nach Afghanistan und Südsudan abgeschoben, deren Leben wirklich bedroht ist. Statt Realpolitik zu betreiben, verstrickt sich Europa in Wunschvorstellungen. In vielen Ländern Europas gibt es weit über 20% perspektivlose/arbeitslose Jugendliche. Und die sollen dann noch Flüchtlinge aufnehmen??? Und wir alle werden dann den logischen Rechtsruck ausbaden müssen. Glücklicherweise (für die AfD) hat die CDU jetzt ja ein neues Feindbild mit Namen Schulz. Es geht den Regierenden also auch nur um ihre Pfründe.
Nach dem Bericht gestern in Frontal 21 (überspitzt wie immer) über Trump, ist von dort ja ein Feldzug gegen die Muslime der Welt zu erwarten. Würde mich also nicht wundern, wenn bei Pegida demnächst Trump-Plakate auftauchen.
Ich weiss auch nicht, wie das mal enden soll. Aber vielleicht ist das der Normalfall, ich habe es vorher nur nicht so intensiv wahrgenommen.
Deswegen kümmere ich mich jetzt erstmal wieder um meine Aufgaben.
Aber, Flüchtlinge sind auch nicht nur Flüchtlinge. Da gibt es die Begriffe: Migranten, Syrienflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge, Asylbewerber, Kriegsflüchtlinge, Unbegleitete Jugendliche, Arbeitssuchende und, und und.
Sagen wir doch kurz: alle, die auf bessere Lebensbedingungen hoffen, was v.a. vor dem Hintergrund, dass wir permanent andere Länder ausgebeutet haben, völlig legitim ist.
Und das ganze Thema, wir haben ja leider oder zum Glück, überhaupt kein gleichgeschaltetes EUROPA, bringt EUROPA an gewisse Belastungsgrenzen.
Ich würde sagen, dass es in Europa leider auffällig viele gibt, die egozentrisch denken.
Aber wir dürfen auch nicht uns so darstellen, dass eigentlich nur noch unser Land als Einwanderungsland für Dutzende von Millionen armer Menschen dasteht.
Dazu einige Aspekte:
a) Deutschland war immer ein Einwanderungsland. Im 20. Jhd. sieht man das am Ruhrgebiet ab 1900 und an der gesamtdeutschen Lage ab Ende der 1960er. Beides mal war Zuwanderung nötig um die anfallende Arbeit zu stemmen.
b) Deutschland ist derzeit eines der reichsten und stabilsten Ländern der Welt - es ist völlig logisch, dass es für Leute attraktiv ist, die aus weniger reichen und stabilen Ländern kommen.
c) Das deutsche Renten- und Gesundheitssystem lebt davon, dass die gesunden, werktätigen Beiträge zahlen, die den Rentnern und Kranken zugute kommen. Das funktioniert nur optimal, wenn es eine Bevölkerungspyramide gibt mit mehr Jungen als Alten. - Die Wirtschaftswunderwohlstandsgeneration hatte jedoch mehrheitlich auf nur ein oder zwei Kinder gesetzt, weshalb es heute an Beitragszahlern fehlt. Ohne Zuwanderung kann also das bisherige System nicht funktionieren, was auf Kosten des Wohlstandes geht.
d) Die bisherige Statistik zeigt, dass von den Zuwanderern deutlich mehr in die sozialen System gezahlt wurde als entnommen. Deutschland profitiert also von der Zuwanderung.
e) Es wandern nicht nur arme ein, sondern auch qualifizierte. Aber die armen sind hochmotiviert. Es geht also nur darum, dass dafür ein Ausbildungssystem eingerichtet wird.
Du unterstellst latent und ohne Belege, dass Zuwanderung eine Bedrohung darstellt. Aber es gibt eine Menge Indikatoren, die deutlich machen, dass das nicht der Fall ist. Die Kriminalitätsrate sinkt, die Beschäftigungsrate steigt, die Löhne steigen und die Sozialsysteme sind stabilisiert. Ohne sähe das ganz anders aus.
Vielleicht kann man zusammenfassend sagen, dass man in Deutschland noch einiges lernen muss im Umgang mit Flüchtlingen etc. Verständlich finde ich natürlich auch die Frage, woher plötzlich die ganzen Gelder kommen, die für die Flüchtlingsproblematik zur Verfügung stehen.
Für fehlende Lehrer, Polizisten, Kindergärten … standen sie nicht zur Verfügung. Und wer heutzutage Anträge auf Berufsunfähigkeitsrente oder ähnliche Leistungen stellt, kann fast mit Sicherheit davon ausgehen, dass es ein schwerer Weg wird. Viel schwerer als noch vor 20 Jahren. Und es entsteht auch der Eindruck, dass Mitarbeiter angehalten sind, Leistungen grundsätzlich erst einmal schwer zugänglich zu machen. Der soziale Gedanke ist in der Politik weitgehend fehlend.
Zurück zum Thema:
Wenn wir die Leistungen von Menschen wie glasperle würdigen, können wir vielleicht ein wenig die Not unserer leidenden Mitmenschen lindern bzw. tragen helfen. Wir können leider nur schwer etwas gegen die Behördenwillkür tun.
Wir können aber die offensichtlich große Leistung von Menschen wie glasperle würdigen. Dazu müssen wir nur hinschauen. Sensibel für die Not unserer Mitmenschen sein. Uns vom eigenen Stress nicht blind machen lassen. Glasperle schildert eine Situation, in der andere Menschen ihren Partner schon längst in eine Pflegeeinrichtung gegeben hätten. Ich wünsche ihr viel Kraft für den eigenen Lebenskampf und den zusätzlichen Kampf für ihren Mann. Liebe glasperle: Du kannst auf dich stolz sein!
LG Boris