Totenbeschwörung

https://www.naktalk.de/
naktuell hat was interessantes ausgegraben.
Abschrift aus “Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung” vom Montag, 21.11.1904
Die Totenbeschwörer
Es geht um das Entschlafenwesen in der NAK aus dem Jahr 1904.
Da ging damals wohl noch richtig die Post ab, so das der Verfasser sich verleiten ließ
sinngemäß zu schreiben, wer das Gruseln lernen will soll sich auf dem Weg dorthin dort machen. :smiley:

Noch weit gruseliger wird die Sache beim
Abendmahl. Da drängen die ganzen Toten der Gemeinde in wildem Zuge herbei, ein Ansturm
machtvoller Naturgewalten, dem der Sterbliche kaum stand zu halten weiß.

Die Seite Naktalk glänzt ja schon seit längerem durch eher zweifelhafte Inhalte. Man merkt dem Autor die innere Frustration an, Sachlichkeit und Objektivität vermisse ich schon seit einiger Zeit bei diesen zweifelhaften Berichten. Aus meiner Sicht ist das einfach eine bemitleidenswerte Person, die nicht mit dem Kapitel NAK abschliessen kann und weiter viel Zeit und Energie verbraucht immer wieder neue, angebliche Skandale zu finden.

Das Entschlafenenwesen der NAK kann, darf und muss sogar in Frage gestellt werden. Inwieweit ein angeblicher Bericht aus dem Jahre 1904 dafür geeignet ist, da stellt sich die Frage schon. Wie immer fehlt eine saubere Einordnung und eine Nachprüfbarkeit der Quelle. Auch wenn es diese Zeitung gibt, konnte ich doch keine digitalisierte Version in einem Archiv finden. Das macht es extrem schwer, diese Inhalte richtig ein- und zuzuordnen.

Machen wir uns nichts vor, wir kennen weder die Lebensumstände noch die Gesellschaft in der dieser Artikel entstanden ist. Über das Leben der normalen Bevölkerung im Berlin vor dem ersten Weltkrieg, das Leid und die Nöte im damaligen Berlin kann man nur erahnen. Unter diesen Voraussetzungen, der Tod als ständiger Begleiter fanden die Lehren der NAK und besonders das Entschlafenenwesen wohl viel anklang.

Aus diesem Bericht nehme ich also mit:

Die NAK im Jahr 1904 bietet mit ihrer Sonderlehren den einfachen Menschen etwas Inhalt in Ihrem sonst nur von Leid, Elend und Tod erfülltem Leben. Und da der Tod wohl allgegenwärtig war im Berlin von 1904 bot auch das Entschlafenenwesen den Leuten einen gewissen Halt und Trost. Und etwas geht in diesem Zusammenhang auch sehr gerne vergessen. Auch die Katholische- und Reformierte Kirche war nie ganz frei von Totenkulten, ist es auch heute nicht.

Allerseelen, Halloween, Dia de los Muertos, all diese und viele weitere Feste um den 1.11. vermischen auf der ganzen Welt alte kulturelle Bräuche mit dem Christentum. Ganz so exklusiv ist das Entschlafenenwesen der NAK dann doch auch nicht. Wenn man der NAK also Totenbeschwörung oder Totenkult vorwirft, muss man das immer auch in Relation zur menschlichen Kultur setzen. Denn nicht nur im Christentum sondern in allen Religionen und Kulturen gibt es vergleichbare Feste, die mit dem NAK Entschlafenenwesen viele Gemeinsamkeiten haben.

Wie gesagt, man kann, darf und muss sogar das Entschlafenenwesen der NAK kritisch beachten und hinterfragen ob dass was da getan wird richtig ist. Aber nicht ohne es in Relation zu anderen, vergleichbaren Festen und Kulturen zu setzen.

Es ist ja ein Problemthema unserer Zeit, vieles, aus der Retrospektive betrachtet, als fragwürdig oder falsch hinzustellen, ohne den seinerzeitigen gesellschaftlichen Kontext zu be(tr)achten. Das fängt ja schon bei der Erziehung an und zieht sich durch viele gesellschaftliche Themen. Es wäre ebenso simpel wie lächerlich, posthum die Eltern für ihre seinerzeitigen körperbetonten Erziehungsmethoden anzuklagen oder meine damalige Volksschullehrerin, weil sie uns bei Fehlverhalten mit dem Holzlineal eins über die Finger gab, für den möglicherweise mißglückten Verlauf meines späteren Lebens verantwortlich zu machen. Wohlgemerkt, das hatte alles nichts mit Mißhandlung im seinerzeitigen strafrechtlichen Sinne zu tun, wird aber heute gerne als ebensolches Fehlverhalten darzustellen versucht.

Insofern gebe ich calmvivid vollkommen recht. Zum einen müssen Informationen selbstverständlich verifizierbar sein, zum anderen lesen sich solche Dinge heute völlig anders als vor mehr als hundert Jahren.

Nichtsdestoweniger ist das Entschlafenenwesen der NAK schon sehr speziell und mit gottesdienstlichen Feiern an Allerheiligen oder Allerseelen absolut nicht vergleichbar. Um nur ein paar Punkte zu nennen:

  • Schlüsselgewalt des StAp, der als einziger die Macht hat, die jenseitigen Bereiche aufzuschließen (das wurde inzwischen ja etwas entschärft, womit sich mal wieder die Wendigkeit des Hl. Geistes gezeigt hat :wink: [Ironie ein] Ich will ja nicht hoffen, das der Fisch als Ichthys-Symbol dort seinen Ursprung gefunden hat.[Ironie aus])
  • Die Scharen aus den jenseitigen Bereichen, die per Gebet aus den einzelnen Gemeinden zum Apostelaltar geleitet wurden und teilweise als körperlich anwesend empfunden und sogar gesehen wurden (zumindest wurde es uns häufig anläßlich dieses außergewöhnlichen Festtages so geschildert. UF läßt grüßen)
  • Die komplette Gemeinde war in (traurig-) festliches Schwarz-Weiß gekleidet und farbenfrohere Varianten werden durch mißbilligende Blicke und durchaus auch mit persönlicher Ansprache getadelt. Als Blumenschmuck dienten vorwiegend weiße Lilien.
  • Ausschließlich durch die stellvertretende Entgegennahme einer Hostie durch einen Apostel (selbstverständlich, drunter geht’s ja nicht) erlangten die unzähligen armen Seelen in der Ewigkeit Erlösung (“Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen”) und durften die Seite wechseln.
  • Und dann gab es auch noch ungezählte Legenden darüber, wer denn alles Erlösung gefunden hat, von Albert E. bis Adolf H. war schon alles dabei. Nur von Geistlichen anderer Religionsgemeinschaften habe ich nie etwas gehört; die galten ja generell als Schriftgelehrte und damit als “verschnitten”. Manche Prediger scheuten sich nicht einmal, in den Entschlafenengottesdiensten verstorbene Erlöste namentlich zu benennen.

Die Erlöserkraft Jesu Christi spielt(e) da wohl eine eher untergeordnete Rolle und trat bestenfalls als Randerscheinung auf. Die nachfolgenden Verse aus Epheser 2 "1 Ihr wart tot infolge eurer Verfehlungen und Sünden. 2 Ihr wart einst darin gefangen, wie es der Art dieser Welt entspricht, unter der Herrschaft jenes Geistes, der im Bereich der Lüfte regiert und jetzt noch in den Ungehorsamen wirksam ist. 3 Unter ihnen haben auch wir alle einmal unser Leben geführt, als wir noch von den Begierden unseres Fleisches beherrscht wurden. Wir folgten dem, was das Fleisch und der böse Sinn uns eingaben, und waren von Natur aus Kinder des Zorns wie auch die anderen. 4 Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet. 6 Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz in den himmlischen Bereichen gegeben, 7 um in den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zu zeigen, in Güte an uns durch Christus Jesus. 8 Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -, 9 nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann. 10 Denn seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen, die Gott für uns im Voraus bestimmt hat, damit wir mit ihnen unser Leben gestalten. "(Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart) werden bei der Zeremonie völlig ignoriert. Ansonsten wird Paulus doch immer wieder gerne zitiert - zumindest da, wo es in das NAK-Weltbild - sorry, Glaubensbild paßt.

Inwieweit sich da bis heute etwas verändert hat, entzieht sich meiner Kenntnis und hat für mich auch keine Relevanz mehr. Allerdings ist es Teil meiner “DNA” und wird mich für den Rest meines Lebens begleiten, mal mehr, mal weniger intensiv.

Danke für deinen Beitrag, exAT. Ich stehe voll hinter deinen Punkten.. Diese Punkte zu diskutieren ist m.E. Sinnvoll und Nötig. Was vor 117 Jahren in Berlin passiert sein soll hingegen nicht.

Ein Input noch: Das NAK Entschlafenenwesen besteht nur zu einem gewissen Teil aus der offiziellen Lehre. Ein grosser Teil besteht aus dem, wie es in den Regionen, Gemeinden und von den Mitgliedern gelebt wird. Das ist auch bei den Katholischen und Evangelischen nicht anders. Lokale Bräuche, soziale Strukturen und Kulturen spielen da mit ein. Und im Laufe der Zeit viel irgendwo hängen geblieben oder reingerutscht. Teilweise sogar zur offiziellen Lehre geworden. Sowohl in der NAK wie auch in anderen Kirchen.

Insgesamt kann wohl gesagt werden: Vieles um diese Entschlafenen Gottesdienste ist einfach im Laufe der Zeit entstanden, hinzugekommen und gewachsen. Teilweise von der Kirche aber grösstenteils aus lokalen Kulturen und Gesellschaften, und aus dem Verlangen irgendwie “Kontakt” zu seinen verstorbenen Angehörigen in einer Form haben zu können.

Und ein Relikt aus der Bischoffszeit sollte schon längst abgeschafft worden sein. Denn noch immer gibt es drei Entschlafenen Gottesdienste pro Jahr. Das wurde damals im Wahn der Botschaftszeit eingeführt.

Insgesamt kann wohl gesagt werden: Vieles um diese Entschlafenen Gottesdienste ist einfach im Laufe der Zeit entstanden, hinzugekommen und gewachsen. Teilweise von der Kirche aber grösstenteils aus lokalen Kulturen und Gesellschaften, und aus dem Verlangen irgendwie “Kontakt” zu seinen verstorbenen Angehörigen in einer Form haben zu können.
Und ein Relikt aus der Bischoffszeit sollte schon längst abgeschafft worden sein. Denn noch immer gibt es drei Entschlafenen Gottesdienste pro Jahr. Das wurde damals im Wahn der Botschaftszeit eingeführt.

Wir sprechen hier nicht von anderen Kirchen und Kulturen. Wir sprechen hier von der NAK, die sich als das einzige Erlösungswerk Gottes betrachtet. Von Gott persönlich über die verschiedenen
Stammapostel geführt und geleitet. Weshalb konnten sich da Relikte durch setzen, die alle von Gott als glorifizierte Erkenntnisse kamen. Die heute aber nicht mehr gerne erwähnt werden, obwohl sie alle am Throne Gottes ihren Ursprung hatten und den Stammaposteln angeblich durch den hl. Geist übermittelt wurden. :smiley:

Danke für deinen Beitrag, exAT. Ich stehe voll hinter deinen Punkten.. Diese Punkte zu diskutieren ist m.E. Sinnvoll und Nötig. Was vor 117 Jahren in Berlin passiert sein soll hingegen nicht.

Weshalb nicht, die NAK hat auch mal gelehrt und zum Dogma erhoben, das Stammapostel Bischoff
leibhaftig vor Jesus Christus gestanden hat. Bischoff die Gestalt von Jesus sah und er mit Jesus die nahe Wiederkunft noch zu seinen Lebzeiten abgesprochen hat. Es wurde auch mal gelehrt das der Stammapostel die Gefängnistore der Ewigkeit alle drei Monate einen Tag vor den Entschlafenen-gottesdiensten kurzfristig auf schließen muss. Denn nur der Stammapostel hat die Schlüsselgewalt dazu. Damit die Empfangsbereiten Entschlafenen zum Gnaden-und Apostelaltar eilen können, um sich versiegeln lassen können und neuapostolisch werden zu dürfen. Fehr hat diese Prozedur in den Anfängen seiner Stammapostelamtszeit auch noch mit gemacht. Das ist noch nicht lange her. Bis er zu der zu der Erkenntnis kam, he da stimmt doch was nicht. Das Aufschließen wurde abgeschafft und folgend begründet. Seit dem Opfertod von Jesus sind die Ewigkeitstore dauerhaft geöffnet und waren seitdem nie mehr verschlossen. Die Schlüsselgewalt wurde in Schlüsselvollmacht umgedeutet und hatte mit der vorherigen Deutung Schlüsselgewalt nichts mehr zu tun. Weshalb dann das vorherige aufschließen der Tore durch den Stammapostel die nicht verschlossen sind. Eigentlich unlogische Handlungen. Wie haben wir als die Gemeinden immer lautstark das Lied Zehntausend mal Zehntausend gesungen, nachdem die Amtsträger die in den verschiedenen Gemeinden scharenweise bis unter die Decke versammelten Entschlafenden durch ein Überweisungsgebet zu Apostelaltar überwiesen haben, damit sie dort versiegelt werden können und neuapostolisch gemacht wurden. Das alles war vor relativ kurzer Zeit noch gängige Glaubenspraxis. Was ist von dem alles an NAK Glaubenslehre geblieben, nichts.
Das alles ist erst ca. zwei Jahrzehnte her. Im März 2001 kam eine Sondernummer Leitgedanken heraus. Die die Abschaffungen begründete. Die Aufschließ-Gottesdienste sind abgeschafft worden. Auch das Lied Zehntausend mal Zehntausend wurde nicht mehr gesungen und ist seit ca. 2005 auch in den neuen Gesangbüchern nicht mehr zu finden. Die heutigen 20 Jährigen kennen diese Glaubenspraxis nicht mehr. Und wir die von 1904 nicht. Aber ich kenne unsere geübte Glaubensprasis vor über 20 Jahren. Deshalb glaube ich dem Zeitungbericht vom 21.11.1904, der über die Glaubenspraxis von 1904 berichtet. Vielleicht gibt es in 30 Jahren jemand, aus der dann lebenden Generation der behauptet, die Schilderung der geübte Glaubenspraxis vor 50 Jahren sind alles Zeitungsenten, alles nur an den Haaren herbei gezogen. Denn der NAK Glauben ist sehr schnell veränderlich und steht sehr schnell auf neuen Füssen, das zeigt die Vergangenheit. :smiley:

Hier geht es aber nicht um die Bischoffszeit sondern um das Jahr 1904. Die NAK Damals war eine ganz andere als Sie das in den 50er/60er Jahren war. Mit jeder Generation der Mitglieder änderte sich auch das Bild der NAK.

Was ist von dem alles an NAK Glaubenslehre geblieben, nichts.

Die NAK, wie jede Kirche auch, prägt sich durch ihre Mitglieder. Die wiederum sind geprägt durch das aktuelle Zeitgeschehen und die soziokulturellen Umstände. Es wäre falsch zu denken dass die NAK ein isolierter Zirkel von Menschen ist, die keinen Bezug zur Aussenwelt haben. Nein die NAK war auch immer durch den aktuellen Zeitgeist geprägt. Wie übrigens alle Religionen und Kirchen es immer waren und sind. Solche Lehranpassungen gibt es überall. Auch die Katholische Kirche, zumindest Lokal ist mit der vor 30 Jahren in keiner Weise vergleichbar. Überschätze nicht den Einfluss der Kirchenleitung. Und auch diese Menschen sind selbstverständlich geprägt durch ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Leben.

Denkst du ein Stammapostel Bischoff hätte mit seiner Botschaft zu einer anderen Zeit Erfolg gehabt? Die Botschaft wurde damals nur deshalb angenommen weil die Welt wirklich vor dem Abgrund stand. Nach den schrecken des zweiten Weltkrieges und vor dem Kalten Krieg sah es tatsächlich danach aus, als sei das Ende nahe.

Hast du schon mal etwas von Rückschaufehler (englisch hindsight bias) gehört? Es ist immer Einfach mit unserem Wissen und von unserem Standpunkt aus, Entscheidungen in der Vergangenheit zu beurteilen. Um die Beurteilung aber seriös machen zu können, muss man sich halt überlegen: “Was waren die Informationen die damals vorlagen. Unter welchen Umständen, Sozial und Kulturell standen die Leute damals. Und auch wie hat die Mehrheit damals in so einer Situation gehandelt?”. Das ermöglicht es uns ein differenzierteres und objektiveres Bild über die Vergangenheit zu gewinnen.

Versteh mich nicht falsch, ich will die Entscheide der NAK in der Vergangenheit in keiner Weise relativieren, entschuldigen oder gar rechtfertigen. Denn es wurden schrecklich falsche Entscheide getroffen. Es wurden Menschen gedemütigt, misshandelt, gemobbt und schlimmeres. Das alles muss sauber aufgearbeitet werden. Wahrscheinlich wurde es das auch, in einem Forschungsbericht zur Botschaftszeit. Dieser wird von der Kirchenleitung unter Verschluss gehalten. Hier haben wir ein Skandal der KEIN AKTIVES MITGLIEDER der Nak tolerieren darf. Sowas geht einfach nicht.

eshalb glaube ich dem Zeitungbericht vom 21.11.1904, der über die Glaubenspraxis von 1904 berichtet. Vielleicht gibt es in 30 Jahren jemand, aus der dann lebenden Generation der behauptet, die Schilderung der geübte Glaubenspraxis vor 50 Jahren sind alles Zeitungsenten, alles nur an den Haaren herbei gezogen. Denn der NAK Glauben ist sehr schnell veränderlich und steht sehr schnell auf neuen Füssen, das zeigt die Vergangenheit.

Nochmals: Eine Zeitungskolumne von 1904, ohne Kontext, Einordnung und Erläuterungen ist einfach ein Zeitzeugenbericht. Der Text an sich ist in keiner Weise geeignet etwas an der heutigen NAK zu kritisieren. Er gibt einfach ein Bild wie es damals in einem GD der NAK ausgehen hatte. Die Absichten von Naktalk.de waren wohl der NAK ein weiteren Skandal anzuhängen, eine Diskussion zu starten oder Vorwürfe zu erzeugen. Aber wie gesagt ist dieser Bericht dafür völlig ungeeignet.

Denn der NAK Glauben ist sehr schnell veränderlich und steht sehr schnell auf neuen Füssen, das zeigt die Vergangenheit

Wie gesagt ist das kein exklusives Problem der NAK sondern in jeder sozialen Gruppe. Ich würde sogar soweit gehen und behauten dass die NAK noch relativ konservativ ist. Das ist mitunter auch ein Grund wieso die NAK heute so aus der Zeit gefallen wirkt, keine neuen Mitglieder mehr hat und bestehende Mitglieder immer weiter auf Distanz gehen. Weil die Kirche der Lebensrealität der Mitglieder eben lange Zeit nicht gefolgt ist. Beispiele gefällig?

-Homosexualität galt in der NAK bis in die frühen 90er als Krankheit die geheilt werden konnte
-Anschliessend, bis in die späten 2010er Jahre wurde Homosexuellen zu Abstinenz angehalten
-Frauen wird bis heute die Gleichstellung abgesprochen
-Das Konkubinat als Lebensform wurde bis ca. 2012 abgelehnt, Amtsträgern gar verboten
-Der Exklusivitätsanspruch wurde durch die Jahre immer wieder bestätigt, auch im Katechismus

Mit solchen Entscheidungen, und es gibt unzählige mehr, hat die NAK es verpasst, sich der Lebensrealität ihrer Mitglieder anzupassen. Viele verliessen deshalb die NAK oder gingen zumindest auf Distanz, was sich in Gemeindeschliessungen, Fusionen und den leeren Gemeinden heute zeigt.

Hier geht es aber nicht um die Bischoffszeit sondern um das Jahr 1904. Die NAK Damals war eine ganz andere als Sie das in den 50er/60er Jahren war. Mit jeder Generation der Mitglieder änderte sich auch das Bild der NAK.

Natürlich hat sich das Erscheinungsbild der NAK mit jeder Generation geändert. Neue Kirchen wurden gebaut. Die heute teilweise wieder wegen enormen aktiven Mitgliederschwund verkauft und auch eventuell abgerissen werden. Das ist das äussere Erscheinungsbild. Aber da gibt es noch ein inneres Erscheinungsbild. Fast mit jeder neuen Generation, sind vorherige Glaubensüberzeugung die angeblich alle von Gott kamen in den Ascheneimer versenkt worden. Was hat das mit dem allmächtigen Wirken Gottes in der NAK zu tun. Wenn Gott wirken würde müssten neue Erkenntnisse nahtlos auf die vorherigen aufbauen, weil die vorherigen auch alle von Gott kamen.
Das tut es aber nicht. :smiley:

Nach den schrecken des zweiten Weltkrieges und vor dem Kalten Krieg sah es tatsächlich danach aus, als sei das Ende nahe.

Aber Gott wusste es das dem so nicht ist. Und weshalb wurde dann im Werke Gottes die Panikmache verkündigt.
Wie sah es nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges aus, da hat die NAK sinngemäß verkündigt. Wir
Geistgetauften sind uns klar über den Grund der zum Ausbruches des Krieges geführt hat.
Der Teufel hat sich mit den Feinden Deutschland verbündet um sein Werk die NAK hier zu vernichten. In Deutschland lebt der Stammapostel sein höchster Knecht.
Gott wusste schon vorher das dem so nicht ist. Denn nach Beendigung des 1. Weltkrieges, hat sich niemand von den Siegern für die NAK interessiert, auch nicht für den höchsten Knecht Gottes auf dieser Erde. :smiley:

Calmvivid hat geschrieben:
… Die NAK, wie jede Kirche auch, prägt sich durch ihre Mitglieder. Die wiederum sind geprägt durch das aktuelle Zeitgeschehen und die soziokulturellen Umstände. Es wäre falsch zu denken dass die NAK ein isolierter Zirkel von Menschen ist, die keinen Bezug zur Aussenwelt haben. Nein die NAK war auch immer durch den aktuellen Zeitgeist geprägt …

… Denkst du ein Stammapostel Bischoff hätte mit seiner Botschaft zu einer anderen Zeit Erfolg gehabt? Die Botschaft wurde damals nur deshalb angenommen weil die Welt wirklich vor dem Abgrund stand. Nach den schrecken des zweiten Weltkrieges und vor dem Kalten Krieg sah es tatsächlich danach aus, als sei das Ende nahe …

… Die Absichten von Naktalk.de waren wohl der NAK ein weiteren Skandal anzuhängen …

… Versteh mich nicht falsch, ich will die Entscheide der NAK in der Vergangenheit in keiner Weise relativieren, entschuldigen oder gar rechtfertigen. Denn es wurden schrecklich falsche Entscheide getroffen. Es wurden Menschen gedemütigt, misshandelt, gemobbt und schlimmeres …

Calmvivid, was willst Du denn mit Deinem Kommentar bezwecken, wenn Du „nicht relativieren, entschuldigen oder gar rechtfertigen willst“? Du relativierst doch mit Vollgas anhand Deiner historischen Erklärungsversuche!

Auch wenn die jeweiligen Zeitumstände die falschen Lehren, Lügen und Vergehen erst ermöglicht haben, ändert das nichts an Verantwortung und Schuld. Sie sind im historischen Rückspiegel in keinem milderen Lichte zu betrachten und als „hindsight bias“ (Rückschaufehler) abzutun. Auch nicht die obskuren NAK-Glaubenspraktiken mit dem Ziel der Mitgliedergewinnung und Machtstärkung um 1900. Es ist irrelevant, ob die Bischoff-Botschaft zeitbedingt „angenommen“ wurde oder nicht. Relevant ist, dass hier Macht schonungslos missbraucht wurde. (Gar nicht auszudenken, was der „Rückschaufehler“-Ansatz für die Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen bezogen auf die Nazi-Führung bedeuten würde. Dagegen gilt bezüglich der Mitläufer wahrscheinlich schon der Rückschaufehler). Zurück zur NAK. Das waren und bleiben schwere Fehler und diese gehören schonungslos auf den Tisch. Wenn das die NAK-Führung über Jahrzehnte nicht selbst tut, dann müssen es andere tun, wie zum Beispiel hier im Forum oder auf der von Dir geliebten naktalk.de. Dabei geht es nicht um Skandal-Gesudel sondern um Mahnung und Augenöffnen.

Die meisten NAK-Stammapostel haben es sehr gut verstanden, den aktuell vorherrschenden gesellschaftlichen Rückenwind durch schäbige und leidvolle Manipulation zu ihrem Vorteil umzumünzen und als zeitgemäßes Wort zu verkaufen. Je nachdem, was gerade in die Zeit passte. Trotzdem gab es bereits um 1900 und zur Bischoff-Zeit wohl mehr aufgeklärte Warn-Stimmen als NAK-Follower. Bis heute gibt es keine veröffentlichte Aufarbeitung seitens der NAK von schwerwiegenden Verfehlungen. Du magst Dich vorwiegend für eine historische Einordnung und Begründung interessieren. Dennoch: Die schlimmen Fakten verjähren nicht.

Ich finde es spannend, wie hier der Austausch darüber stattfindet.

Und auch die unterschiedlichen Meinungen finde ich interessant und kann jede auf ihre Art nachvollziehen.

Bei der NAK wiegt nur eines ganz schwer, und das hat Fridolin deutlich gemacht, SIE behauptet sie wäre DIE Kirche Christi und damit das Erlösungswerk Christi.
Und sie ist es, die vollumfängliches Heil durch Apostel bietet.

Also noch anmaßender und abgegrenzter geht es doch gar nicht.

Nach dem Motto: wir haben das wissen aller Welt und daher können wir das behaupten.

Das sie das nicht hat und demnach auch gar nicht für sich die allumfassende Wahrheit beanspruchen kann, erkennt doch eigentlich jeder halbwegs intelligente Mensch.

Schon in sich ist das ein Widerspruch.

Und da sie nicht aufhören möchte mit dieser mittlerweile eher psychologisch geschickten Art und Weise, muss sie sich daran messen lassen!

Und scheitert schon bei der Entstehungsgeschichte dieser Kirche.

Wer so hohe Ansprüche von sich selbst abgibt, darf sich nicht wundern wenn er eben auch entsprechend so kritisch betrachtet wird.

Mehr Demut, Bereitschaft zur Selbstreflexion würden ja schon mal anmaßende Lehren verhindern.

Und Bischoff hat diese Lehre ja forciert. Das war ja kein Versehen. Sondern ganz klar Lehre und Dogma.

Und dann ist er gescheitert. Und daher tràgt ER DIE Hauptverantwortung an diesem Dilemma und dieser Katastrophe.

Gar nicht mal die Mitglieder, die haben sich früher auf eine theologische Aussage gegründet und durften auch davon ausgehen, dass der STAP Bischoff sehe genau geprüft hat, was er sagt (er war ja Stellvertreter an Christi statt!).

Und wieviel Leid und Enttäuschung muss dann bei vielen Seelen herausgebrochen sein, als er starb.

Diese Kirche gründet sich auf machthungrige, selbstverliebte Egozentriker, die die Stunde genutzt haben um ihre Sicht der Dinge kund zu tun und ihre Macht auszubauen.

Das kann ich nicht als ein Fehltritt betrachten sondern jeder von uns müsste sich im Arbeitsrecht dafür verantworten, aber heute hat man das Gefühl in den hohen Etagen vieler Unternehmen und Organisationen ist es völlig in Ordnung - gibt noch Orden Geld als Gehalt und als Abfindung.
Sie werden also noch belohnt für ihre Art und Weise.

Die Kritik ist berechtigt und sie muss angesprochen werden.

Bin ja selber AT, und ich bekomme manchmal das Würgen, wenn ich von der Bezirksleitungsebene höre, was wir bitte alles machen sollen und was erwartet wird.

Aber der Diakon, Priester oder Vorsteher darf nichts erwarten - ah doch, den ewigen Lohn - ja wer will da dann noch was anderes erwarten (bei diesem Totschlagargument)!

Gerne erkläre ich es nochmals: Es geht darum dass nicht jeder Beitrag auf naktalk.de automatisch qualifizierte, objektive Kritik an der NAK ist.

Auch wenn die jeweiligen Zeitumstände die falschen Lehren, Lügen und Vergehen erst ermöglicht haben, ändert das nichts an Verantwortung und Schuld.

Das bestreitet auch niemand. Im Gegenteil, solche Misstände sind klar aufzuzeigen und es ist darauf einzugehen. Solche Misstände sind, sofern diese Belegt und Nachprüfbar sind, schonungslos aufzuzeigen.

Sie sind im historischen Rückspiegel in keinem milderen Lichte zu betrachten und als „hindsight bias“ (Rückschaufehler) abzutun. Auch nicht die obskuren NAK-Glaubenspraktiken um 1900.

Rückschaufehler heisst nicht, dass man die Vergangenheit relativiert. Das habe ich schon im ersten Beitrag erwähnt. Es geht darum dass man die Perspektive aus der damaligen Zeit übernimmt. Es ist sehr wohl Relevant in welchem Umfeld und unter welchen Rahmenbedingungen etwas stattfand. Was in einer einzelnen Gemeinde 1904 in Berlin durch einen Zeitungsreporter berichtet wurde kann so für sich genommen nicht repräsentativ sein und ist daher einfach völlig ungeeignet um daraus Rückschlüsse die für uns relevant sind zu ziehen.

Es ist irrelevant, ob die Bischoff-Botschaft zeitbedingt „angenommen“ wurde oder nicht. Relevant ist, dass hier Macht schonungslos missbraucht wurde. (Gar nicht auszudenken, was der „Rückschaufehler“-Ansatz für die Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen bedeuten würde. Bezogen auf die Nazi-Führung und nicht unbedingt auf die Mitläufer. Bezüglich der Mitläufer gilt womöglich der Rückschaufehler)

Du widersprichst dir gerade selber, merkst du das? Ist das Umfeld nun Relevant oder Nicht? Damit jemand Macht ausüben kann, braucht es eben Mitläufer. Und solche Mitläufer findet man nicht ohne dass gewisse Parameter stimmen. Wäre die Botschaft nicht angenommen worden, hätte auch kein Ausschluss von Zweifler stattfinden können. Ein Charismatischer Anführer alleine macht noch keine Sekte.

Zurück zur NAK. Das waren und bleiben schwere Fehler und diese gehören schonungslos auf den Tisch. Wenn das die NAK über Jahrzehnte nicht selbst tut, dann müssen es andere tun, wie zum Beispiel hier im Forum oder auf der von Dir geliebten naktalk.de. Dabei geht es nicht um Skandal-Gesudel sondern um Mahnung und Augenöffnen.

Durchaus. NAKtalk hatte in der Vergangenheit gute und interessante Beiträge. Aber gerade dieser aktuelle Beitrag “Totenbeschwörung” ist das nicht. Aus meiner Sicht ist es besser mal auf einen Beitrag zu verzichten, als sich durch solche Inhalte selber zu diskreditieren.

Die meisten NAK-Stammapostel haben es sehr gut verstanden, den aktuell vorherrschenden gesellschaftlichen Rückenwind durch schäbige und leidvolle Manipulation zu ihrem Vorteil umzumünzen und als zeitgemäßes Wort zu verkaufen.

Da bin ich nicht mit dir einverstanden. Ab der Zeit von Fehr, aber spätestens mit Leber haben es die Stammapostel nicht mehr Verstanden gesellschaftliche und soziokulturellen Strömungen zum eigenen Vorteil auszunutzen. Die NAK hat an Deutungshoheit für Lebensfragen eingebüsst, schlicht und einfach weil Sie mit ihrer Lehre auf eine sich stark verändernde Welt nicht mehr zufriedenstellende Antworten hatte.

Trotzdem gab es bereits um 1900 und zur Bischoff-Zeit wohl mehr aufgeklärte Warn-Stimmen als NAK-Follower.

Natürlich, die kritischen Mitglieder wurden zur Bischoffszeit ausgeschlossen. Und hier schliesst sich der Bogen. Dieser Ausschluss erfolgte nicht durch Bischoff sondern durch übereifrige Vorsteher, Bezirksämter, Bischöffe und Apostel. Diese Wiederum konnte nur so handeln, weil Sie eine Mehrheit oder zumindest ein Grossteil der Gemeindemitglieder auf Ihrer Seite wussten.


Bis heute gibt es keine veröffentlichte Aufarbeitung seitens der NAK von schwerwiegenden Verfehlungen. Du magst Dich für eine historische Einordnung und Begründung interessieren. Dennoch: Die schlimmen Fakten verjähren nicht.

Da haben wir keine Differenz. Die Verfehlungen der Vergangenheit müssen aufgearbeitet werden. Da die NAK dies nicht tut, geschieht es durch Freiwillige im Internet. Dennoch beharre ich darauf dass man bei so einer Aufarbeitung nicht einfach alles blindlings akzeptiert, sondern möglichst Objektiv bleibt und versucht die Fakten sachlich darzulegen.

Schauen wir uns aber naktalk, aber auch die Beiträge von D.Streich an, so fällt auf dass diese Beiträge sehr subjektiv verfasst sind. In diesen Beiträgen gibt es keine Objektivität, keine Einordnung und keine Relativierung. Es sind die Texte von ehemaligen Mitglieder die wohl verletzt wurden und nicht mit dem Kapitel NAK abschliessen können. Die Beiträge solcher Personen sind in jedem Fall kritisch zu betrachten. Dabei gäbe es bei der NAK mehr als genügend belegte Fakten wo überall Verfehlungen begannen wurden.

Hallo Calmvivid,
Allmählich erschließt sich mir der Kern Deines Kommentars: Es geht Dir darum, einen aus Deiner Sicht tendenziösen oder zweifelhaften Bericht auf nakttalk.de über NAK-Vorgänge in 1904 zu beklagen, sowie gewisse kritische NAK-Seiten allgemein. Da kann ich Dich beruhigen. Auch wenn der zugrunde liegende Artikel unglücklich gewählt sein sollte; Die aus dieser Zeit und der Bischoff-Zeit stammenden originalen GD-Mitschriften und NAK-Veröffentlichungen sind so vielfältig verfügbar und belastend, dass einem schwindelig wird.

Wenn in der Vergangenheit aus damaliger mehrheitlicher Sicht offensichtlich Lügen und Manipulation im Spiel waren, braucht man diese grundsätzlich nicht zu relativieren, indem man sich heute in die damaligen Umstände hineinversetzt. Die Umstände waren andere, aber Lügen und Manipulationen bleiben zeitlos. Täter bleiben Täter, auch wenn sie bei den Opfern ein leichteres Spiel als heute hatten oder schneller Mitläufer/Nachfolger gefunden haben. Hineinversetzen heißt auch Relativieren. Zu sagen, dass die irregeleiteten NAK-Gläubigen und Nachfolger selbst schuld an ihrer Manipulation und Ausbeutung sind, weil es ohne sie diese Manipulation ja nicht gäbe, ist meines Erachtens zu kurz gesprungen.

Meine differenzierte Rückschaufehler-Betrachtung bezüglich „Schuld und Verantwortung“ abgestuft nach Führern/Entscheidern und nach Mitläufern halte ich nicht für einen „Widerspruch“ wie Du sagst. Nein, ich halte es für eine notwendige Differenzierung auf der Suche nach Gerechtigkeit. Auch wenn man das unterschiedlich diskutiert (siehe Heinrich Mann, Der Untertan). Ein Mitläufer beziehungsweise ein meist in stärkerer Abhängigkeit stehender Nachfolger und Befehlsausführer, sollte aufgrund seiner Abhängigkeit eher mildernde Bewertungs-Umstände bekommen als sein Führer/Entscheider. Wir diskutieren hier aber über gravierendes Fehlverhalten der NAK-Leitung, dass auch schon zur jeweiligen Zeit heftig angeprangert wurde. Da sehe ich weniger Relativierungsbedarf.

Die NAK, wie jede Kirche auch, prägt sich durch ihre Mitglieder. Die wiederum sind geprägt durch das aktuelle Zeitgeschehen und die soziokulturellen Umstände. Es wäre falsch zu denken dass die NAK ein isolierter Zirkel von Menschen ist, die keinen Bezug zur Aussenwelt haben. Nein die NAK war auch immer durch den aktuellen Zeitgeist geprägt.

Um das besser verstehen zu können mit den Zeitgeschehen, eine Rückschau zur Botschaft. Das böse Internet hat uns darüber umfangreich aufgeklärt.
Die NAK Apostel haben um 1948/49, also nach dem 2. Weltkrieg ein Beschlusspaket verabschiedet. Die Abstimmung war geheim, das Ergebnis war einstimmig. Nur Stammapostel Bischoff hat sich der der Stimme enthalten.
Weshalb diese Abstimmung. Es sollte eine Dienstzeitbeschränkung eingeführt werden. Die gab es nicht. Das Dienstalter der Amtsträger sollte auf 65 Jahre beschränkt werden. Jeder der über 65 Jahre alt war, sollte innerhalb eines Jahres durch einen jüngeren ersetzt werden. Das betraf auch Stammapostel Bischoff, der ging auf 80 Jahre zu. Er hätte auch lt. Beschluss ersetzt werden müssen.
Gleichzeitig wurde noch was neues beschlossen. Der Verlag sollte wieder zurück im Kirchenbesitz
geführt werden. Der Sohn von Stammapostel Bischoff hätte zu einem angemessenen Gehalt bleiben können. Der alt gewordene Stammapostel weg, der Verlag weg mit seinen Einkünften. Übrig bleiben sollte nur ein Gehalt.
Jetzt kommen wir zur den hier angeführten Zeitumständen die auch uns Nakler prägen. Der kalte Krieg war damals ein Thema, auch bei den Gotteskindern. Jederzeit hätte es wieder losgehen können.
Plötzlich wurde in diesem Zeitdenken hinein eine Botschaft auf dem NAK Markt geworfen. Die sich gut in das damalige Zeitdenken eingefügt hat. Die Endzeitstimmung des kalten Krieges wurde genutzt. Es geht tatsächlich und wirklich dem Ende entgegen, es ist keine eventuell These. Stammapostel Bischoff sei der letzte Stammapostel der NAK und würde noch zu seiner Lebenszeit die treue NAK Braut dem Herrn Jesu entgegenführen. Dann kommt das große Verderben hier auf Erden. Das alles wurde dem Stammapostel Bischoff angeblich bei einer Begegnung mit Jesus verkündet. Die beiden haben sich gegenüber gestanden und Stammapostel Bischoff sah die Gestalt von Jesus und hörte seine Stimme. Dazu gehörte schon eine Portion Cleverness, das zu erfinden. Auf gut deutsch gesagt seinen Hintern zu retten. Das alles wurde zum Dogma erhoben.
Und die Panikmache war von Erfolg gekrönt. Der 80jährige Stammapostel Bischoff durfte bleiben, sein Sohn behielt den Verlag. 1960 war der Spuk vorbei. Der Stammapostel starb und die Braut blieb hier auf Erden, bis heute.
Der damalige Nachfolger im Amt, den es lt. vorheriger Lehraussage nicht mehr hätte geben dürfen, lieferte prompt dazu die passende Erklärung. Bischoff war nach offizieller Dogmatischer NAK Lehraussage der letzte Stammapostel des Werkes Gottes. Das stand immer noch im Raum. Also musste Schmidt sich neu erfinden und Bischoff gleichzeitig irgendwie rechtfertigen.
Bischoff hätte nicht die Unwahrheit erzählt, sondern das Gott der Schuldige ist. Er sprach davon das Gott aus uns unerforschlichen Gründen seinen vorherigen Plan, den Jesus mit Bischoff abgesprochen hat, plötzlich und unerwartet geändert hat.
Insgesamt folgten nach Bischoff bisher 6 neue Stammapostel und das Ende ist nicht in Sicht.
Wahrscheinlich haben die äusseren Zeitverhältnisse damals eine Rolle mitgespielt das die Botschaft erfolgreich verkündigt werden konnte. Ohne das Internet hätten wir den heutigen Durchblick nicht. Aber das erklärt nicht, weshalb Gott nicht eingegriffen hat.
Oder ist ihm das egal was in der NAK verkündigt wird und wurde. :smiley:

Das alles muss sauber aufgearbeitet werden. Wahrscheinlich wurde es das auch, in einem Forschungsbericht zur Botschaftszeit. Dieser wird von der Kirchenleitung unter Verschluss gehalten. Hier haben wir ein Skandal der KEIN AKTIVES MITGLIEDER der Nak tolerieren darf. Sowas geht einfach nicht.

Weshalb wird dieser Bericht seit ca. 8 Jahren unter strengen Verschluss gehalten, obwohl die NAK ihn selbst im Juli 2012 an die Historikerin Almut Leh (Fernuniversität Hagen) vergeben hat. Wurde zu viel Wahrheit heraus gefunden. Steht da zu viel Wahrheit drin, die wir besser nicht erfahren sollten.
Warum dürfen wir nicht erfahren, was in dem Forschungsbericht steht. Welches Geheimnisse sind das, welche wir besser nicht erfahren sollen. Die Botschaft ist eh vor die Wand gefahren. Das hat was mit verlorener Glaubwürdigkeit zu tun. :smiley: :bulb:

Ist das tatsächlich so? Mir geht es nicht um die Botschaftszeit. Diese ist genügend Dokumentiert und da stelle ich die Ausgangslage nicht in Frage. Mir geht es um die Jahrhundertwende. Aus dieser Zeit liegt m.E. zu wenig vor um ein klares Bild zu gewinnen. Aber ich wäre dankbar wenn du mir vorhandene Quellen und Berichte aus dieser Zeit bereitstellen könntest.

Lügen und Manipulationen bleiben zeitlos. Täter bleiben Täter, auch wenn sie bei den Opfern ein leichteres Spiel als heute hatten oder schneller Mitläufer/Nachfolger gefunden haben.

Wer genau sind Täter, wer sind Opfer? Überlege dir mal dass Leute bewusst Lügen glauben weil das Einfacher ist. Sind diese Leute dann immer noch Opfer oder auch Täter? So Schwarz/Weiss ist es nicht. Es gibt wohl in jeder Gemeinde Täter, Opfer und auch Personen die beides miteinander sind. Ebenso gibt und gab es aufrichtige Amtsträger die mit Empathie, Demut und Aurichtigkeit ihren Job machen. Auch die sind im System gefangen, aber sind solche Menschen auch Täter? Und was bei der NAK dazu kommt, im Gegensatz zu anderen Sekten waren und sind NAK Mitglieder immer noch sehr stark in der Gesellschaft eingebunden. Eine klare Trennung ist hier weniger gut möglich, als das zB. bei den Zeugen der Fall ist.

Hineinversetzen heißt auch Relativieren. Zu sagen, dass die irregeleiteten NAK-Gläubigen und Nachfolger selbst schuld an ihrer Manipulation und Ausbeutung sind, weil es ohne sie diese Manipulation ja nicht gäbe, ist meines Erachtens zu kurz gesprungen. Meine differenzierte Rückschaufehler-Betrachtung bezüglich „Schuld und Verantwortung“ abgestuft nach Führern/Entscheidern und nach Mitläufern halte ich nicht für einen „Widerspruch“ wie Du sagst. Nein, ich halte es für eine notwendige Differenzierung auf der Suche nach Gerechtigkeit.

Nein, hier liegst du falsch. Ein grosser Irrtum ist es, vergangene Handlungen nach heutiger Moral zu beurteilen. 1904 herrschte ein gesamtgesellschaftlicher Konsens dass Kinder geschlagen werden. Auch die besten Eltern waren damals von der Notwendigkeit überzeugt, dass zu tun. Sie handelten unter Verfügbarkeit aller Informationen in der Annahme das Beste für ihr Kind zu tun. Und genau hier liegt der Grund wieso eine Perspektivenübernahme wichtig ist:

Wurde damals, unter Verfügbarkeit aller Informationen, unter Sozialen und Gesellschaftlichen Normen versucht, das Beste für sich und seine Mitmenschen zu tun? Lagen andere Motive und Motivationen vor? Diese Frage ist entscheidend.

Bei der Botschaft ist der Fall relativ klar. Diese wurde wieder besseren Wissens und nicht im Interesse etwas gutes zu tun verbreitet. Hier wissen wir, dass Motive wie Gier, Habsucht und Macht vorlagen. Bei dem Bericht von 1904 fehlen aber sämtliche Informationen. Es ist uns nicht klar wer da genau was tat und aus welchen Gründen. Wir haben einen Bericht von einem Reporter der aus seiner Perspektive das Wahrgenommene niederschreibt. Für eine Verurteilung von irgendjemandem ist dieser Bericht ungeeignet.

Bei der Botschaft ist der Fall relativ klar. Diese wurde wieder besseren Wissens und nicht im Interesse etwas gutes zu tun verbreitet. Hier wissen wir, dass Motive wie Gier, Habsucht und Macht vorlagen. Bei dem Bericht von 1904 fehlen aber sämtliche Informationen. Es ist uns nicht klar wer da genau was tat und aus welchen Gründen. Wir haben einen Bericht von einem Reporter der aus seiner Perspektive das Wahrgenommene niederschreibt. Für eine Verurteilung von irgendjemandem ist dieser Bericht ungeeignet.

Es gibt nicht nur naktalk, die aktuell einen Zeitungsbericht von 1904 ins Netz gestellt.
Das Netz bietet noch mehr zur Auswahl.
Auch den Zugang auf eine andere interessante Webseite.
https://waechterstimme.tripod.com/
Da berichtet eine Luise Kraft aus dem damaligen Zeitgeschehen. Sie hat damals ein Tagebuch geführt. Zu finden unter : “ Was sagen die anderen?“
Luise Kraft’s “Unter Aposteln und Propheten”
Erinnerungen aus meinem Leben.", von Luise Kraft.
Vorworte des Herausgebers, von 1913

Die nachfolgenden Aufzeichnungen sind nicht im Hinblick auf eine spaetere Veroeffentlichung entstanden. E i n e h e s s i s c h e B a u e r s f r a u, aus einem abgelegenen Doerfchen der Marburger Gegend hat nach des Tages Last und Muehen ihre wechselreichen Schicksaele fuer einen engeren Bekanntenkreis niedergeschrieben. Nach und nach haben sich die Blaetter zu einem umfangreichen Band vereinigt, den sie auf Zureden ihrer Freunde schliesslich mit einigem Widerstreben in meine Haende legte. Es war nicht leicht, aus der Fuelle des Stoffes eine Auswahl zu treffen, die zur Drucklegung geeignet erschien; denn L u i s e K r a f t hat mit ihrem Tagebuch eine Zwiesprache vorwiegened vertraulicher Art gepflogen. Sie hat mit den Leuten, die ihren Lebenspfad unlebsam kreuzten, scharf abgerechnet und am allerwenigsten sich selbst geschont, andrerseits aber auch mit aufrichtiger Dankbarkeit derer gedacht, die ihr ehrlichen Sinnes zur Seite standen.

Die weitestgehend vom dem berichtet, mit dem sich der Zeitungsartikel von 1904 beschäftigt hat.
Sehr empfehlenswert zu lesen. Danach können wir hier weiter diskutieren, ob das weitergegebene Hirngespinste von Schreibern vor über hundert Jahren waren. :smiley:

Und in der Zwischenzeit kann man sich ja auch mal kurz mit der Totentaufe der Mormonen beschäftigen. Ein strenges Ritual.
https://www.mormonentum.de/kirchen/hlt/tempel/totentaufe.html

Zurückzuführen ist das auf die Gebote von 1835 (Smith). Die Frage ist also, wer von wem abgekuckt hat. Denn im weitesten Sinne gehören die Mormonen auch zu den Apostelkirchen.

Mir ist unklar, ob die englischen Apostel (KAG) auch eine Totentaufe vollzogen haben? Habe da noch nichts gefunden.

Denn im weitesten Sinne gehören die Mormonen auch zu den Apostelkirchen.

Sie werden von Aposteln geleitet und betrachtet sich als die einzige wahre Endzeitkirche Gottes.
Das gleiche erzählt die NAK auch von sich, das nur sie das einzige Erlösungswerk Werk Gottes sei. :smiley:

Ich habe wahrgenommen, dass in den letzten beiden Jahrhunderten Pietisten und die allgemeine Erweckungsbewegung die Treiber bei neuen Ritualen waren. Ein gewisser Konkurrenzkampf hat das begleitet. Oftmals wurde auch voneinander ‘abgekupfert’. Um die eigene Herde zusammen zu halten, dient natürlich ein Alleinstellungsmerkmal oder besonders kräftige Rituale.

Wenn das Sakrament Geistestaufe durch Handauflegung durch Apostel so ein Alleinstellungsmerkmal sein soll, dann gebührt das mit Sicherheit der KAG. Die Abspaltungen nach Geyer dagegen haben ja dann kaum noch viel mit der KAG gemeinsam. Es fand keinerlei Ordination von Aposteln zwischen der alten Ordnung und der neuen Ordnung statt. Insofern ist auch die Berufung der NAK auf die Geisteserweckungen in Karlshuld nicht gegeben.
Der Apostel Krebs zum Beispiel hatte ja dann auch keinerlei Berührungspunkt mehr zur KAG. Vermutlich hat er auch keine Gespräche mehr mit den KAG-Vertretern geführt, wie es von seinen Vorgängern in der neuapostolischen Bewegung noch berichtet wird (da ging es um eine Zusammenführung der beiden apostolischen Zweige).
Insofern kann man die NAK schlicht in die Vielzahl der Gemeinschaften der Erweckungsbewegung einsortieren. Und das machen sie, wegen der vielen menschlichen Meinungen, die sich in der Kirchenlehre niedergeschlagen haben und der autoritären Alleinherrschaften der jeweiligen Stammapostel, nicht einmal gut.

calmvivid hat geschrieben:
Ist das tatsächlich so? Mir geht es nicht um die Botschaftszeit. Diese ist genügend Dokumentiert und da stelle ich die Ausgangslage nicht in Frage. Mir geht es um die Jahrhundertwende. Aus dieser Zeit liegt m.E. zu wenig vor um ein klares Bild zu gewinnen. Aber ich wäre dankbar wenn du mir vorhandene Quellen und Berichte aus dieser Zeit bereitstellen könntest.

Guten Morgen calmvivid,

bitte habe Verständnis, dass ich aufgrund anderer Prioritäten keine umfangreiche eigene Quell-Sammlung angelegt habe und Dir übergeben kann. Du kannst aber eine Zusammenfassung über exklusiven Heils-/Machtanspruch, Manipulation, Personenkult, Nennung von Wiederkunftsterminen, etc. in der NAK-Anfangszeit zwischen 1895 - 1930 unter den Stammaposteln Krebs und Niehaus nachlesen beim

—> Religionswissenschaftler Helmut Obst im Buch „Neuapostolische Kirche … die exklusive Endzeitkirche?“, Seiten 36-50. Am Ende des Buches liefert H.Obst eine seitenlange Quellen- und Literaturliste.

Hier 2 Zitate aus dem Buch:
„Niehaus prophezeite den Untergang Englands (im 1.Weltkrieg) und war überzeugt, dass von den Apostelversammlungen kriegsentscheidende Impulse ausgingen“.

Der NAK Evangelist und Redakteur der „Neuapostolischen Rundschau“ K.W. Mütschele sowie zwei weitere NAK-Bischöfe G.Paulus und O.Müller „…lehnten sich gegen den Machtanspruch des Apostelamtes und exklusiven Heilsanspruch der neuapostolischen Gemeinden auf. Mütschele stellte in einem Brief vom 18.Oktober 1919 an Apostel Carl August Brückner fest:

„Jede Verirrung hat einen Anfangspunkt. Dieser Punkt liegt in der Annahme, dass die Apostel genannten Männer der letzten Zeit unter allen Umständen die Autorität sind und souverän über der Bibel und ihren Lehren stehen. Also die päpstliche Irrlehre: Was die Apostel lehren, ist unfehlbar. Ihre Auslegung der Bibel und ihrer Zeugnisse ist allein maßgebend, Prüfungsrecht gibt‘s nicht. Nur Anerkennungs- und Glaubenspflicht.““

Darüberhinaus empfehle ich, sich hausinterne Publikationen der NAK aus der damaligen Zeit zu beschaffen und zu lesen. Beispielsweise ab 1895 „Herold“ kurz danach „Wächterstimme aus Ephraim / Zion“, ab 1907 „Neuapostolisches Sonntagsblatt, ab 1908 „Allgemeine interne Hausregeln für die Ämter und Mitglieder …, „Neuapostolisches Glaubensbekenntnis“, ab 1916 „Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben“, alte Gesangbücher etc.
Diese Texte verdeutlichen, wie umfangreich auch schon um die vorletzte Jahrhundertwende manipuliert, gelogen und abhängig gemacht wurde.

Falls ein eigenes systematisches Sondieren all dieser Texte zu aufwändig ist kann vielleicht die Schwarmintelligenz mithelfen. Versuch‘s doch einmal mit einem eigenen Thread „dokumentierte Zeugnisse schwerwiegender falscher und manipulativer Lehren der NAK um 1900“. … vorausgesetzt Du hältst die so weit zurückliegenden Vorkommnisse aufgrund der mit dem Alter wachsenden Rückschaufehler-Risiken und Hineinversetzungs-/ Relativierungsbedarfe für heute noch verwertbar und relevant zur Beurteilung von kirchlichem Fehlverhalten.

Zum Schluss noch ein Auszug aus Wikipedia, der ebenfalls tief blicken lässt:

„…Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet die Gemeinschaft stärker ins Visier landeskirchlicher Kritik und Schmähungen,[9] wobei man ihr auch staatsfeindliche Umtriebe unterstellte.[10] Stammapostel Niehaus und andere neuapostolische Apologeten verdeutlichten ihren konservativ-patriotischen Monarchismus;[11] die nationalistischen Anklänge fanden dabei auch in Predigt und Liedgut Widerhall. Nach den Allgemeinen Hausregeln von 1908 war neuapostolischen Christen die Mitgliedschaft in der aufstrebenden Sozialdemokratie und anderen revolutionären Bewegungen untersagt.[12] Niehaus unterstützte die deutsche Kriegsführung im Ersten Weltkrieg, besonders aufgrund seiner feindlichen Gesinnung gegen das mit der katholisch-apostolischen Bewegung verknüpfte Vereinigte Königreich.[13] Der Kriegsausbruch stellte die Glaubensgemeinschaft vor gewaltige Probleme, da zahlreiche dem Kriegspotential angehörende, ehrenamtliche Amtsträger (zwangs-)rekrutiert und an die Front entsandt wurden.[14] Während des Krieges wurde das Abendmahl als Feldpostbrief mit einer mit drei Tropfen Wein beträufelten Hostie an Soldaten versandt. 1917 wurde diese – bis heute geltende – Praxis in allen Gemeinden eingeführt. War das Heilige Abendmahl bis dahin unter den beiden getrennten Gestalten Brot und Wein gefeiert worden, so finden seitdem bei der Abendmahlsfeier Hostien Verwendung, auf die bereits während der Herstellung drei Tropfen Wein geträufelt wurden. Die Niederlage der Mittelmächte gegen die Alliierten der Entente stellte auch auf Glaubensebene einen Rückschlag für die Neuapostolische Gemeinde dar: Stammapostel Niehaus und der als (Stamm-)Prophet tätige Ernst Schärtlein sagten diverse Male einen Endsieg der deutschen Waffen voraus.[15] Als interner Kritiker dieser Wirrungen trat besonders der Apostel Brückner hervor…“
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Neuapostolischen_Kirche

Hier 2 Zitate aus dem Buch:
„Niehaus prophezeite den Untergang Englands (im 1.Weltkrieg) und war überzeugt, dass von den Apostelversammlungen kriegsentscheidende Impulse ausgingen“.



Zum Schluss noch ein Auszug aus Wikipedia, der ebenfalls tief blicken lässt:
„…Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet die Gemeinschaft stärker ins Visier landeskirchlicher Kritik und Schmähungen,[9] wobei man ihr auch staatsfeindliche Umtriebe unterstellte.[10] Stammapostel Niehaus und andere neuapostolische Apologeten verdeutlichten ihren konservativ-patriotischen Monarchismus;[11] die nationalistischen Anklänge fanden dabei auch in Predigt und Liedgut Widerhall.

Hatten die damals ein richtig an die Waffel, von der Apostelversammlungen gingen kriegsentscheidende Impulse aus und nationalistischen Anklänge fanden dabei auch in Predigt und Liedgut Widerhall. Uns ist heute bekannt, wie das ganze endete. Das heißt doch wenn man den Faden weiter spinnt, Deutschland hat den 1. Weltkrieg verloren, weil von der Apostelversammlung kriegsentscheidende Fehlimpulse kamen. An welcher Generalität haben sie denn ihre kriegsentscheidenden Impulse ab gegeben. :question:
Das ist wirklich der Hammer, das muss man erst verarbeiten. Welcher Quatsch bzgl. des Krieges damals verkündigt wurde. Und das alles vom angeblich einzig wahren Erlösungswerke Gottes. :smiley: :bulb: