Mit der Formulierung:“…Liebe ungeladene Geschwister…” liegt shalom gar nicht so falsch, wie mir scheint.
Ich wurde von einem lieben Glaubensbruder auf die sehr spezielle Formulierung zum bevorstehenden Pfingstevent auf der Seite NAK Mitteldeutschland aufmerksam gemacht. Dort wird das diesjährige Pfingstfest so angekündigt:
Hier feiern der Stammapostel sowie die Bezirksapostel und Apostel aus Europa gemeinsam den Geburtstag der Kirche Christi.
…Die Gemeinde im Congress Center bilden im Wesentlichen die Vorsteher der Gebietskirche Sachsen/Thüringen mit ihren Frauen. >
Ahh, der Stammapostel feiert mit seinen Aposteln - den Geburtstag der Kirche Christi - die Gemeinde bilden im Wesentlichen die Vorsteher -
Eine reine Ämterei also? 
Ja gut, es wird wohl noch ein erlesener Chor singen, ein paar regionalbeste Instumentalisten für feierliche musikalische Umrahmung sorgen, desweiteren treue, rangniedrigere Brüder für den Ordnungs,- Schließ- und Technikdienst eingeteilt werden, aber das war’s dann auch schon – wenn man die Ankündigung richtig versteht?
Die normalen Geschwister sind – so scheint es – nicht eingeladen, also “ungeladen”, wie es shalom ausdrückt. Und tatsächlich, in den umliegenden Gemeinden finden “Übertragungen” statt. Das Volk bleibt draußen (?) (das hätte nicht mal der Papst gewagt). Das gab es meines Wissens bisher so noch nicht. Das ist neu.
Und das Volk ist damit zufrieden? Das Volk senkt demütig ergeben den Blick - wie immer? Der Stammapostel besucht zu einem christlichen Hochfest die Stadt Dresden und die Dresdener dürfen nicht hin? (Warum veranstalten sie ihre Ämterzelebration nicht gleich in Zürich, in der Verwaltung – wäre auch weniger kostenaufwendig und den Leuten am Bildschirm ist es eh wurscht, von wo aus gesendet wird).
Oder gibt es etwa schon eine illegale Organisation aufbegehrender Geschwister, die planen, sich während der Dresdener Pfingst-Ämterversammlung vor den großen Glasfenstern des riesigen Saales zu versammeln, um dann gemeinsam - zuerst leise, dann immer lauter – den bewährten Ruf: “Wir sind das Volk” anzustimmen? 
Zuzutrauen wäre es den Dresdenern, hat man doch dort in der Region mit solchen Aktionen umwälzende Erfahrungen gemacht.
Wir sind das Volk
